Argentinische Fans randalieren in Atlanta
Am Abend vor dem zweiten Halbfinale der Fußball-WM zwischen England und Argentinien ist es in Atlanta zu kleineren Ausschreitungen gekommen. Vor einer Sportsbar attackierten sich Anhänger der argentinischen Clubs San Lorenzo und Huracan gegenseitig. Die Polizei musste einschreiten. Das berichteten der TV-Sender Fox und die englische Zeitung „The Telegraph“.
In einem Video ist zu sehen, wie Anhänger Mülleimer und Bänke in Richtung anderer Fans warfen. Zudem wurde Gastro-Mobiliar umgeworfen. Die Sportsbar sprach gegen alle Beteiligten ein Hausverbot aus. Die Polizei von Atlanta bestätigte den Vorfall, machte aber keine Angaben über Festnahmen oder rechtliche Konsequenzen.
Erhöhte Polizeipräsenz
Im Vorfeld war das Semifinale zwischen England und Argentinien als Hochrisiko-Spiel eingestuft worden. Die Polizeipräsenz wurde erhöht. Bis zu der Randale am Abend waren am Dienstag vor allem friedliche Szenen zu beobachten. So tanzten argentinische Anhänger mit Polizeibeamten Salsa.
Wenige Stunden vor dem Anpfiff versammelten sich Tausende Fans des Titelverteidigers in der Nähe des Atlanta-Stadions zu einem Fanmarsch. Zunächst blieb dort alles friedlich. Die bereits im Stadion weilenden Fans Argentiniens pfiffen lautstark, wenn englische Musik wie „Song 2“ von Blur gespielt oder die Ankunft der Three Lions auf der gewaltigen Anzeigetafel gezeigt wurde. Als Englands Spieler 90 Minuten vor Anpfiff den Rasen betraten, gab es Buhrufe aus dem argentinischen Block.
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