Nur zwei Spiele – Auch der deutsche Schiedsrichter ist draußen
Für den deutschen Fußball-Schiedsrichter Felix Zwayer ist die Fußball-WM nach zwei Einsätzen in der Vorrunde vorzeitig beendet. Der 45 Jahre alte Berliner wird am Finalwochenende kein weiteres Spiel leiten und hat das Schiedsrichter-Quartier in Amerika bereits verlassen, wie der DFB auf Anfrage mitteilte.
Zwayer hat bei der Weltmeisterschaft den zweiten Auftritt von Gastgeber USA gegen Australien (2:0) sowie das Duell der Demokratischen Republik Kongo gegen Usbekistan (3:1) geleitet. Der Deutsche zeigte in beiden Partien eine starke Leistung, fiel aber bei seinem ersten Einsatz in Seattle auch mit einem Krampf in der Nachspielzeit auf.
„Felix hatte sich mehr als zwei Spiele erhofft. Die hätte er meiner Meinung nach auch verdient gehabt. Ich finde, er hat seine zwei Spiele sehr gut über die Bühne gebracht“, sagte DFB-Lehrwart Lutz Wagner in einem „Sportschau“-Interview. Für ihn hätte der Berliner Referee Daniel Siebert „von der Qualität her auch mit zu diesem Turnier gehört. Aber die Schiedsrichteransetzung war manchmal schon durchaus schwer nachvollziehbar“.
Bislang nicht abgereist ist Bastian Dankert, der sich als Videoschiedsrichter noch Hoffnungen auf einen Einsatz im WM-Finale am Sonntag machen darf.
13 Schiedsrichter sind noch im Land
Für das Halbfinale Spanien gegen Frankreich an diesem Dienstag (21.00 Uhr) in Arlington bei Dallas wurde Iván Barton aus El Salvador als Schiedsrichter ausgewählt. Ismail Elfath aus dem Gastgeberland USA wird das zweite Halbfinale England gegen Argentinien am Mittwoch in Atlanta leiten.
Laut übereinstimmenden Medienberichten sind noch 13 Referees im Quartier des Weltverbandes Fifa verblieben. Zieht Argentinien ins Finale ein, würden die Schiedsrichter aus Europa und Südamerika entfallen. Top-Kandidat wäre dann Alireza Faghani, der für Australien pfeift.
Kommt es zu einem Duell zweier Teams aus Europa, kämen auch der Slowene Slavko Vincic oder Szymon Marciniak aus Polen infrage.
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