Matti Schmid hat einen möglichen Sensationssieg bei der 108. PGA Championship knapp verpasst. Der deutsche Golfprofi beendete das zweite Major-Turnier des Jahres in der Nähe von Philadelphia mit insgesamt 275 Schlägen auf dem geteilten vierten Platz.

Den Sieg sicherte sich Aaron Rai mit einem Gesamtergebnis von 271 Schlägen vor Jon Rahm aus Spanien und dem US-Amerikaner Alex Smalley (beide 274 Schläge). Der Engländer kassierte für den bislang größten Erfolg seiner Karriere ein Preisgeld von 3,69 Millionen US-Dollar (umgerechnet 3,17 Millionen Euro).

Schmid war von Rang zwei in die Finalrunde des mit 20,5 Millionen US-Dollar dotierten Turniers gestartet. „Als ich am Sonntagmorgen zum ersten Abschlag ging, spürte ich, wie meine Hände ein wenig zitterten“, schrieb Schmid bei Instagram. „Die Zuschauer, die Kameras, die Bedeutung des Augenblicks – all das trifft einen auf einmal. Ich musste einfach tief durchatmen, um mich auf das Spiel zu konzentrieren.“

Schmid gratuliert Sieger Aaron Rai zum Sieg

Rai drehte nach der ersten Hälfte der Schlussrunde auf dem schweren Par-70-Kurs im Aronimink Golf Club auf und spielte sein bestes Golf. Mit Birdies (ein Schlag unter Platzstandard) auf den Spielbahnen 11, 13, 16 und 17 machte der Engländer den Triumph endgültig perfekt.

Schmid für das Masters 2027 qualifiziert

Schmid unterliefen im Finale dagegen einige kleine Fehler – er musste seinen Traum begraben, als dritter Deutscher ein Major-Turnier zu gewinnen. Bisher gelang es nur Golf-Idol Bernhard Langer (Masters 1985 und 1993) und Martin Kaymer (PGA Championship 2010 und US Open 2014), bei einem der vier wichtigsten Golf-Turniere den Titel zu holen.

An Rai wäre er an diesem Tag aber auch mit noch besserem Golf kaum vorbeigekommen. Der Engländer zog dem Feld im Finale im Stile eines großen Champions davon und absolvierte die finalen zehn Löcher in sechs Schlägen unter Par. Spätestens als er an der 17 unter dem Jubel der Fans einen Putt aus über 20 Metern versenkte, war jedem auf der Anlage klar, dass heute nur Rai der Sieger sein konnte.

Als Belohnung für den bisher größten Erfolg seiner Karriere erhielt Schmid ein Preisgeld von knapp 844.000 US-Dollar und erstmals einen Startplatz beim legendären Masters im Augusta National Golf Club im nächsten Jahr. Dies sei ihm beim finalen Putt nicht einmal bewusst gewesen. „Mir fehlen wirklich die Worte“, freute sich der Regensburger, der sein Spiel nach anfänglicher Nervosität gut im Griff hatte und zwischenzeitlich sogar allein in Führung lag. In der Weltrangliste kletterte er auf Rang 65, in der Jahreswertung der PGA Tour auf Platz 49 – die sichert ihm mittelfristig Startplätze bei großen Events.

Eine starke PGA Championship spielten auch Stephan Jäger und Routinier Kaymer. Der 36-jährige Jäger (279 Schläge) belegte am Ende den geteilten 18. Rang, der 41 Jahre alte Kaymer (281) beendete das Turnier auf Position 35. Der Nordire Rory McIlroy (276) schloss das Turnier auf dem siebten Platz ab. Der Titelverteidiger und Weltranglistenerste Scottie Scheffler (278) kam nicht über den 14. Rang hinaus.

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