„Schwer zu verkraften“ – Die Tränen des Harry Kane
Er hatte seinen Job mal wieder verlässlich verrichtet: Ein Tor gelang Harry Kane im Rückspiel des Champions-League-Halbfinales. Allein: Der Treffer in der 94. Spielminute reichte nur zum 1:1 (0:1) und damit nicht zum Weiterkommen der Bayern gegen Paris Saint-Germain. Erneut musste der Weltklassestürmer mit sportlichem Frust kämpfen. Hinterher jedenfalls schossen ihm ein paar Tränen in die Augen, noch auf dem Platz wurde er von einigen Mitspielern getröstet.
Als er sich dann wieder gesammelt hatte, fasste er das Geschehene adäquat zusammen. „Das ist natürlich direkt nach dem Spiel schwer zu verkraften“, sagte der Engländer: „Ich denke, über die beiden Spiele hinweg hatten wir genug Momente, um ein anderes Resultat zu erzielen. Aber sie haben nicht gepasst. Wenn man sich einige der Entscheidungen anschaut, die heute gegen uns gingen, war das wirklich schwer zu verkraften.“
Frustrierter Torschütze: Harry Kane (l.)Aus seiner Sicht sei es im offensiven Drittel ein bisschen verschwenderisch zugegangen. „Obwohl wir im Mittelfeld viel guten Fußball gezeigt haben. Aber die letzte Flanke, der letzte Pass, der letzte Schuss – das hat heute einfach nicht geklappt“, fuhr Kane fort: „Glückwunsch an PSG. Über die zwei Spiele hinweg haben sie ihre Chancen genutzt. Deswegen sind wir nicht mehr im Wettbewerb.“
Triste Titelausbeute bleibt Kennzeichen von Kanes Karriere
Nach einem berauschenden 4:5 vor einer Woche in Paris hatte sich das Rückspiel in München beim 1:1 – Torschütze für Paris war Ousmane Dembélé (3. Minute) – als eher sachliche Veranstaltung dargeboten. Die Bayern konnten allenfalls in Ansätzen ihr gefürchtetes Angriffsspiel durchbringen, Kane blieb genauso wie seine Sturmpartner Luis Diaz und Michael Olise weitgehend blass.
Damit setzte sich insbesondere für Kane eine miese Serie fort: Auf ganz großer internationaler Bühne bleibt er weiter ohne Titel. Er schießt zwar Tore wie am Fließband, aber die Ausbeute für einen Ausnahmestürmer wie ihn ist überschaubar. Zweimal Deutscher Meister – das war es dann aber auch schon.
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Vielleicht begab sich der 32-Jährige nach dem Remis gegen Paris daher auch ein bisschen in Zweckoptimismus: „Natürlich hatten wir den Traum, alle Titel zu gewinnen. Und wir waren gut genug, um das zu schaffen. Deshalb tut es im Moment natürlich weh. Man kann nicht nur nach einem einzigen Spiel beurteilt werden. Wir hatten bisher eine fantastische Saison. Wir haben die Chance, das Double zu gewinnen. Und dann haben wir natürlich auch noch eine Weltmeisterschaft vor uns.“
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