Das Saisonfinale in den Regionalligen spitzt sich zu. Der Kampf um Auf- und Abstieg geht in seine letzten Runden. Zumindest zwei Aufsteiger stehen seit diesem Samstag fest: die SG Sonnenhof Großaspach ist ebenso aufgestiegen wie der SV Meppen. Die Emsländer allerdings auf kuriose wie unnötige Weise.

Regionalliga Nord

Mit vier Stunden Verspätung hat der SV Meppen den vorzeitigen Aufstieg in die 3. Liga doch noch vorzeitig geschafft. Trotz der eigenen 2:3-Heimniederlage gegen den Bremer SV hat der Traditionsverein die Meisterschaft in der Regionalliga Nord schon zwei Spieltage vor dem Saisonende sicher. Verfolger VfB Oldenburg verlor am Samstagabend ebenfalls mit 1:2 (1:1) gegen Weiche Flensburg.

Dabei war für die große Aufstiegsparty in Meppen bereits am Nachmittag alles angerichtet. Ein Unentschieden hätte dem souveränen und zuvor in 18 Spielen ungeschlagenen Tabellenführer, dafür gereicht. Vor 12.865 Zuschauern in der ausverkauften Hänsch-Arena gingen die zuletzt neunmal in Serie siegreichen Emsländer auch zweimal durch Luis Sprekelmeyer (32.) und Oliver Schmitt (53.) in Führung. Doch die beiden Bremer Ausgleichstore (36./57.) fielen jeweils fast postwendend. Und in der letzten Aktion des Spiels schockte Moritz Busch (90.+3) alle Meppener Fans mit seinem Treffer zum 2:3.

„Es war viel los die Woche über. Viele Menschen haben sich ganz viel Mühe gegeben, hier einen tollen Rahmen zu schaffen. Wir haben heute mit Sicherheit was Anderes vorgehabt, nämlich hier die Meisterschaft zu Hause einzutüten“, sagte Trainer Lucas Beniermann, der die Meppener im August 2024 als Nachfolger so prominenter Vorgänger wie Ernst Middendorp oder Torsten Frings in den Jahren zuvor übernommen hatte. Der 35-Jährige stellte aber auch klar: „Es ist eine brutale Saison, die wir spielen.“ Die Krönung ließ nicht lange auf sich warten.

Mission erfüllt: Trainer Lucas Beniermann führte den SV Meppen nach den erfolglosen Versuchen seiner Vorgänger zurück in die Dritte Liga

Mit den Emsländern kehrt ein bekannter Name in den deutschen Profifußball zurück. Meppen spielte bereits von 2017 bis 2023 in der 3. Liga und von 1987 bis 1998 in der 2. Bundesliga. Das Frauen-Team des Vereins hat sogar schon zwei Jahre in der ersten Liga hinter sich.

Regionalliga Nordost

Im Nordosten droht Lok Leipzig seine komfortable Ausgangsposition auf der Zielgeraden noch zu verspielen. Die Sachsen verloren überraschend ihr Heimspiel gegen Regionalliga-Aufsteiger BFC Preussen Berlin mit 1:3. Da sich der einzige verbliebene Konkurrent Carl Zeiss Jena beim 2:1 gegen den BFC Dynamo Berlin schadlos hielt, schmolz der Vorsprung zwei Spieltage vor dem Saisonende auf zwei Punkte zusammen. Der Meister steigt allerdings nicht direkt auf, sondern trifft in zwei Entscheidungsspielen auf einen Vertreter der Regionalliga Bayern.

Regionalliga Bayern

Dort steht die zweite Mannschaft des 1. FC Nürnberg unangefochten auf Platz eins. Das Team gewann am Samstag mit 8:1 gegen Buchbach. Allerdings hat der Club auf die Einreichung der Lizenzunterlagen für die 3. Liga verzichtet, wodurch sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der SpVgg Unterhaching und den Würzburger Kickers ergibt. Da Haching am Samstag mit 1:2 gegen Memmingen verlor, hat Würzburg nun einen Vorsprung von zwei Punkten. Entscheidend dürfte das Duell am kommenden Samstag werden, wenn die Würzburger die SpVgg empfangen.

Regionalliga West

Schon am Sonntag könnte Fortuna Köln die Dritte Liga aufsteigen. Der Klub aus der Südstadt benötigt dafür einen Sieg bei der Reserve des SC Paderborn. Rot-Weiß Oberhausen, einziger verbliebener Konkurrent, löste am Samstag seine Pflichtaufgabe, gewann sein drittletztes Saisonspiel 5:2 beim VfL Bochum II und verkürzte den Rückstand auf vier Zähler.

Am anderen Ende der Tabelle nimmt der Abstieg des Wuppertaler SV immer deutlichere Konturen an. Durch das 1:1 gegen den FC Gütersloh konnte der Rückstand auf Rödinghausen nur um einen Zähler auf nun vier Punkte verkürzt werden. Zwei Spieltage vor dem Saisonende schwinden die Chancen auf den Klassenerhalt. Der Klub war 1972 in die Bundesliga aufgestiegen und hatte sogar im Europapokal gespielt. Nun droht der Abstieg mit Velbert und Wiedenbrück in die Fünftklassigkeit.

Regionalliga Südwest

Im Südwesten ist die Aufstiegfrage wie im Norden bereits beantwortet. Der SG Sonnenhof Großaspach genügte ein torloses Remis bei der zweiten Mannschaft des FSV Mainz 05, um die Meisterschaft vorzeitig klarzumachen. Der Vorsprung auf den SGV Freiberg beträgt bei noch zwei ausstehenden Spielen sieben Punkte.

Am Ziel: Großaspachs Trainer Pascal Reinhardt spielt in der kommenden Saison Dritte Liga

Nach drei Spielzeiten in der Oberliga gelang Großaspach der direkte Durchmarsch. Die SG wird in der kommenden Spielzeit zum ersten Mal seit der Saison 2019/20 wieder in der 3. Liga spielen.

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