Beim FC Bayern München verdichten sich die Anzeichen für eine 16. Saison mit Kapitän Manuel Neuer im Tor. Die Entscheidung steht im Saisonendspurt bevor. „Es wird sich nicht mehr endlos ziehen“, sagte Sportdirektor Christoph Freund. Eine Einigung auf ein weiteres Vertragsjahr mit dem 40 Jahre alten Kapitän sei zwar noch nicht fix, betonte Freund ein weiteres Mal: „Aber man spricht natürlich miteinander.“

Das wäre kaum der Fall, wenn Neuer seine große Karriere am Saisonende tatsächlich beenden wollte. „Wir sprechen mit Manu. Man spricht mit seinem Umfeld, mit seinem Berater“, sagte Freund. Neuers Berater Thomas Kroth war am Donnerstag am Vereinsgelände gesichtet worden. „Heute ist der 1. Mai, die Saison ist nicht mehr endlos lange. Es gibt gute Gespräche, aber noch nichts Weiteres zu verkünden“, sagte Freund.

Ein wichtiges Thema in den Verhandlungen der Bayern-Bosse mit dem Management von Neuer wird neben dem Jahresgehalt, das geringer als bisher ausfallen soll, auch die Zukunft von Jonas Urbig sein. Der 22-Jährige wird unter Trainer Kompany zur Nummer eins nach Neuer aufgebaut und soll künftig noch häufiger spielen.

Zwischen den Halbfinalspielen in der Champions League gegen Paris Saint-Germain wird Urbig auch am Samstag (15.30 Uhr, im Liveticker bei WELT) gegen den Tabellenletzten 1. FC Heidenheim anstelle von Neuer im Tor stehen, wie Kompany am Tag vor der Partie bestätigte.

Neuer ist „noch in einer super Verfassung“

Freund sprach von „einer ganz besonderen Konstellation“ mit Neuer und Urbig. „Das ist für uns als Klub eine super Situation. Manu ist jetzt im fortgeschrittenen Alter. Er gibt seine Erfahrungen weiter und ist selbst noch in einer super Verfassung, macht richtig gute Spiele. Jonas profitiert extrem davon. Er hat viele Spiele gemacht, sehr gut performt“, erklärte Freund.

„Alle wissen, nach so einer langen Ära – und die von Manu ist noch nicht zu Ende – einen Übergang (im Tor) zu schaffen, ist eine Herausforderung. Wenn wir das alle zusammen hinbekommen, wäre das ein großer Erfolg für den FC Bayern“, ergänzte der Sportdirektor.

Neuer hat in dieser Saison in München schon seinen 13. Meistertitel gefeiert. Sein großes Ziel ist nun, auch noch den DFB-Pokal und die Champions League zu gewinnen und damit das dritte Bayern-Triple nach 2013 und 2020.

Kathleen Krüger in Gesprächen mit dem HSV

Auch abseits des Rasens deutet sich bei den Bayern eine wichtige Veränderung an. Der Klub hat bestätigt, dass die frühere Teammanagerin Kathleen Krüger vom Ligarivalen HSV umworben wird. „Wir können bestätigen, dass uns Kathleen informiert hat, dass sie Gespräche führt mit dem HSV“, sagte Freund.

Die 40 Jahre alte frühere Fußballerin soll in Hamburg demnach den vakanten Sportvorstandsposten übernehmen. Der HSV hatte sich vor vier Monaten von Ex-Nationalspieler Stefan Kuntz getrennt. Der Aufsichtsrat soll sich mehrheitlich für die aktuelle Bayern-Funktionärin entschieden haben.

Kathleen Krüger ist Topfavoritin auf den Posten der Sportvorständin beim HSV

„Kathleen ist sehr lange bei uns im Verein. Sie hat verschiedene Positionen bekleidet. Sie ist sehr hoch angesehen, ist sehr ehrgeizig“, sagte Freund. Krüger wäre als Sportvorständin die erste Frau in dieser Rolle in der Bundesliga. Beim FC Bayern wird sie aktuell als Leiterin Organisation und Infrastruktur geführt.

„Sie hat für den FC Bayern München über viele Jahre einen Topjob gemacht. Sie hat viel Erfahrung gesammelt“, erklärte Freund und konstatierte: „Es ist absolut eine Auszeichnung, dass ein so großer Traditionsverein sie für einen so großen Job kontaktiert hat. Es ist eine sehr schöne Geschichte für Kathleen.“

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