Dem FC Bayern gelang am vergangenen Dienstagabend mit dem 2:1 bei Real Madrid, bei „den Galaktischen“, ein großer Sieg – mit einem Galaktischen im Tor. Manuel Neuer zeigte eine Weltklasse-Leistung, hielt den hochverdienten Erfolg der Münchner fest.

Die Fußball-Welt staunt und ist sich einig: In dieser Form darf der Welttorhüter von 2020 auch mit 40 Jahren nicht aufhören. Weder beim FC Bayern, noch bei der Nationalmannschaft. Seine Zukunft ließ Neuer allerdings auch nach dem Real-Spiel offen.

Bereitet Neuer sein Karriereende im Sommer vor? WELT erklärt, wie der Stand bezüglich Neuers Zukunft wirklich ist.

Manuel Neuers Zukunft beim FC Bayern

Sportvorstand Max Eberl stellte nach Abpfiff in Madrid klar, dass Neuer darum gebeten hatte, die Vertragsgespräche nicht vor Mai zu führen. Neuer selbst bekräftigte: „Jetzt im Moment wird es keine Entscheidung geben.“

Auffällig: Neuers Berater Thomas Kroth (66) war mit zum Spiel nach Madrid gereist. Es gab dort allerdings keine Verhandlungen mit den Bayern-Bossen.

Thomas Kroth sagte dieser Redaktion: „Es ist im Moment noch keine Entscheidung über Manuels Zukunft gefallen. Er möchte noch etwas länger in seinen Körper hineinhören. Der Klub weiß Bescheid, beide Seiten sind entspannt und verspüren keinerlei Zeitdruck.“

„Nagelsmann wird diese Tür nicht aufmachen“

Neuer wollte nach dem Spiel das Thema WM-Comeback nicht aufmachen, blockte auch auf Nachfrage dieser Redaktion ab.

Eine Aussage von Experte Lothar Matthäus nach dem Spiel lässt über das Verhältnis von Neuer und dem DFB aufhorchen: „Julian Nagelsmann wird diese Tür nicht aufmachen. Und auch darum bleiben Manuels Rücktritts-Worte in Stein gemeißelt.“ Was meint der Weltmeister von 1990 damit?

Matthäus: „Es ist doch offensichtlich, dass etwas im Verhältnis zwischen Julian Nagelsmann und Manuel Neuer nicht stimmt. Es kann nicht an der sportlichen Leistung liegen, die steht bei Neuer außer Frage. Er ist aktuell einer der fünf besten Torhüter der Welt, wenn nicht sogar der Beste. Es muss etwas Persönliches sein. Dieses Tischtuch scheint zerschnitten.“

Einen Vorfall befindet Matthäus dafür bezeichnend. Matthäus: „Julian Nagelsmann war an Neuers 40. Geburtstag bei uns am RTL-Mikrofon zum Interview. Auf die Frage, ob er Manuel zum Geburtstag gratuliert habe, sagte der Bundestrainer, er hätte nicht davon gewusst. Ganz Fußball-Deutschland wusste das! Darum nehme ich das Julian auch nicht ab. Zumal er es damit begründete, er wäre zu beschäftigt gewesen. Gleichzeitig hat er erzählt, dass er in Basel eine Stunde spazieren war.“

Matthäus weiter: „Ich bin überzeugt: Hätte sich Nagelsmann mehr um eine Rückkehr von Neuer in die Nationalmannschaft bemüht, hätte es eine Möglichkeit gegeben. Nun sehe ich aber keine Chance mehr.“

Ein WM-Comeback von Neuer wird es nicht geben. Beim FC Bayern allerdings besteht weiterhin Hoffnung.

Dieser Artikel wurde für das Sportkompetenzcenter (WELT/BILD/SPORTBILD) verfasst und erschien zuerst in BILD.

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