Auf Sensations-Gold folgte eine Enttäuschung: Das deutsche Skisprungteam um Einzel-Olympiasieger Philipp Raimund hat eine Medaille bei den Winterspielen im Mixed-Wettbewerb knapp verpasst. Raimund, Felix Hoffmann, Selina Freitag und Agnes Reisch sprangen von der Normalschanze im italienischen Predazzo lediglich auf Platz vier.

Gold sicherte sich Slowenien mit den Geschwistern Prevc überlegen vor Norwegen und Japan, das nach acht Sprüngen lediglich 1,2 Punkte vor dem deutschen Team lag.

„Es hätte im ersten Sprung ein bisschen mehr sein können. Wir haben es probiert, wir haben alles gegeben“, sagte Raimund im ZDF. „Bei uns ist leider nicht alles gelungen heute. Bei Philipp war der Tag lang“, erklärte Männer-Bundestrainer Stefan Horngacher rückblickend nach Raimunds ebenso unerwarteten wie emotionalem Triumph am Montag.

Deutschland nur 1,2 Punkte hinter Japan

Bereits nach dem ersten Durchgang waren die Aussichten auf ein zweites Skisprung-Gold innerhalb von 24 Stunden nur noch gering. Reisch (26), Hoffmann (28) und auch Raimund (25) gelangen trotz der Unterstützung durch die zahlreichen deutschen Fans ordentliche Sprünge, herausragend war allerdings niemand. Freitag (24) erwischte trotz Platz sieben im Einzel keinen guten Versuch auf der kleinen Schanze.

„Ich habe im ersten einfach ein bisschen was liegen gelassen, was natürlich weh getan hat“, sagte Freitag und war schon enttäuscht angesichts des geringen Rückstands zum Bronze-Rang. „Dass am Ende noch so knapp geworden ist, macht es vielleicht noch bitterer“, fügte Hoffmann hinzu.

Abonnieren Sie WELTMeister bei Spotify, Apple Podcasts oder direkt per RSS-Feed.

Als Vierter war der Rückstand auf Favorit Slowenien mit den Geschwistern Domen Prevc und Nika Prevc bereits deutlich. Die beiden dominierenden Athleten der Weltcup-Saison hatten in den jeweiligen Einzelwettbewerben noch einige Schwierigkeiten. Nika Prevc verpasste das erwartete Gold, Domen Prevc sprang sogar an einer Medaille vorbei. Gemeinsam mit Anze Lanisek und Nika Vodan waren die Slowenen im Mixed-Wettbewerb nicht zu bezwingen.

Wenig Veränderungen im zweiten Durchgang

Auch der Final-Durchgang brachte keine Veränderungen. Die Sprünge waren teilweise gut, den Rückstand konnten weder Reisch noch Hoffmann entscheidend verkürzen. „Ich habe ich nicht gezaubert, aber ich habe meine Leistung gebracht“, sagte Reisch. Freitag konnte sich im Vergleich zum ersten Sprung immerhin verbessern.

Raimund griff in seinem letzten Versuch noch einmal an. Doch es wurde nichts mit einer Medaille. Japan sicherte sich Platz drei, Norwegen jubelte über den zweiten Rang. TV-Experte Severin Freund hatte zunächst noch Hoffnung. Möglicherweise wurden den Japanern zu Unrecht Bonuspunkte angerechnet. Es könne sein, dass die Jury das Ergebnis falsch berechnet und Japans letzter Springer zu Unrecht Bonuspunkte erhalten habe, so Freund. Doch das Ergebnis blieb bestehen.

Auf der Großschanze geht es erst am 14. Februar weiter. Raimund wollte sich daher am Dienstagabend auch noch das ein oder andere Bier gönnen, wie er zuvor ankündigte. Aber dann geht der Blick auf das zweite Einzelspringen, diesmal auf der Großschanze.

„Da ist er auch schon Dritter gewesen im Sommer. Die kann er auch“, sagte Bundestrainer Horngacher über weitere Medaillenchancen von Olympiasieger Raimund. Der Slowene Prevc gilt am Samstag als großer Favorit

Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke