Der schwere Unfall von Ski-Star Lindsey Vonn sorgt weiter für Schlagzeilen. Ein „Albtraumtag“ sei das für die US-Amerikanerin gewesen, schrieb die italienische Zeitung „Gazzetta dello Sport“ nach dem Drama. Von einem „herzzerreißenden Umschwung“ und einer „schockierenden Wendung des Comebacks“ berichtete CNN.

„Dieses Ende wünscht Lindsey Vonn niemand“, schrieb der Schweizer „Blick“ und blickte unter dem Titel „Vonns Leben zwischen Himmel und Hölle“ auf die glorreiche Karriere der 41-Jährigen zurück. Ihr Sturz habe die Zuschauer an der berühmten Piste Olimpia delle Tofane in Cortina d'Ampezzo „erschaudern“ lassen, schilderte „Corriere dello Sport“ nach der Tragödie vom Sonntag.

Vonn war nach einem Fahrfehler in der Abfahrt früh zu Fall gekommen, heftig auf die Piste aufgeschlagen, lange behandelt und schließlich per Helikopter geborgen worden. Die einstige Speed-Queen hat sich bei dem Unfall schwer verletzt. „Anscheinend soll es ein Bruch im Unterschenkel sein“, hatte der Speed-Trainer des US-Teams, Alex Hödlmoser, dem Sender SRF gesagt.

Reuters berichtet von zweiter Operation bei Lindsey Vonn

Die italienischen Nachrichtenagenturen Ansa und Adnkronos hatten etwas später und unter Berufung auf das Krankenhaus von Treviso vermeldet, dass Vonn dort am linken Bein operiert worden sei. Wie Reuters nun am Montag berichtete, musste sich Vonn sogar zwei Operationen unterziehen.

Demnach sollten die Eingriffe dazu beitragen, ihren Zustand zu stabilisieren und Komplikationen im Zusammenhang mit Schwellungen und Durchblutungsstörungen zu verhindern. Dem Bericht zufolge wurde sie von einem Team aus lokalen Orthopäden und plastischen Chirurgen operiert. Vonns persönlicher Arzt sei dabei gewesen, habe aber nur assistiert.

Das Ca’-Foncello-Krankenhaus fasst rund 440 Betten für stationäre Versorgung, Intensiv- und Spezialbereiche. Die Klinik beschäftigt etwa 370 Ärzte und deckt rund 40 medizinische Fachrichtungen ab. Daher wurde es während der Olympischen Winterspiele für genau solche Verletzungen ausgewählt, die Vonn erlitten hat. Um zu verhindern, dass Fans oder Fotografen in das Krankenhaus gelangen, bewachen mehrere Polizisten die Klinik.

Vonn wollte zum Abschluss ihrer Laufbahn unbedingt noch mal eine Medaille holen und ihre viel beachtete Rückkehr krönen. Die langjährige Alpin-Dominatorin ging an den Start, obwohl sie nach eigenen Angaben vor gut einer Woche einen Kreuzbandriss im linken Knie erlitten hatte. Statt des Happy Ends erlebte sie in Cortina d'Ampezzo, wo sie so oft gewonnen hat wie niemand sonst im Weltcup, eine sportliche Tragödie.

Organisatoren weisen Kritik zurück

Die Olympia-Organisatoren betonten derweil, dass die Entscheidung über einen Start bei Vonn gelegen habe. „Sie hat die Möglichkeit zum Training erhalten. Mit ihrem exzellenten Team hat sie dann die Entscheidung getroffen teilzunehmen. Es ist nicht an uns, da Ja oder Nein zu sagen, das liegt allein bei ihr“, sagte Pierre Ducrey, Sportdirektor des Internationalen Olympischen Komitees. Mit dem Einsatz der Rettungskräfte nach Vonns Unfall sei das IOC „sehr zufrieden“.

Auch Ski-Weltverbandschef Johan Eliasch wies Kritik daran zurück, dass Vonn trotz ihrer Verletzung starten durfte. „Ich glaube fest daran, dass so etwas von jedem einzelnen Athleten selbst entschieden werden muss“, sagte der schwedische Fis-Präsident: „Sie kennt besser als jeder andere die Verletzungen an ihrem Körper. Wenn man sich umschaut, dann hat jeder einzelne Athlet irgendeine Art von Verletzung.“

Von den Amerikanern gab es zunächst keine Bestätigung und auch keine weiteren Details. Das US-Skiteam hatte zuvor lediglich mitgeteilt, dass die Olympiasiegerin von 2010 verletzt, aber stabil sei und von amerikanischen wie italienischen Ärzten betreut werde.

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