Um 19.00 Uhr am Montagabend wird erstmals das Männer-Skispringen bei den Olympischen Spielen in den Fokus rücken. Vor dem Wettbewerb von der Normalschanze rumort es jedoch ein wenig: Die norwegischen Skispringer, so ließ es Sigurd Söberg, einer ihrer Trainer, gegenüber der Zeitung Dagbladet wissen, fühlen sich ausgegrenzt.

Es passt ins Bild einer Sportart, die seit dem Betrugs-Skandal der Norweger bei der WM in Trondheim im März 2025 unter genauer Beobachtung steht. Unmittelbar nachdem der Betrug aufgeflogen war, hatte Olympiasieger Andreas Wellinger gesagt: „Ich habe eigentlich wenig Lust, einem Norweger auf der Schanze zu begegnen. Nicht, weil einer explizit persönlich etwas dafür kann, sondern weil diese Manipulation von A bis Z so übers Ziel geschossen ist.“

Der 30-Jährige aber musste sich damals keine Sorgen bezüglich einer Begegnung mit einem Norweger machen – die Mannschaft wurde für den Rest der vergangenen Saison gesperrt. Ihren WM-Titel hingegen durften die Skandinavier behalten. Wellinger blieb hinter Marius Lindvik Vize-Weltmeister.

„Die Lage hat sich langsam entspannt“, sagt der Coach

Mittlerweile ist das gesamte Trainerteam bei den Norwegern neu, die Protagonisten von Trondheim wurden für 18 Monate gesperrt. Wie schlimm die Zeit danach war, beschreibt Söberg, einer der Trainer, nun: „Die Slowenen waren immer nett. Die Leute aus den anderen Nationen? Die haben uns nicht einmal angesehen. Sie haben unsere Anwesenheit überhaupt nicht zur Kenntnis genommen. Vor allem die Deutschen waren viel in den Medien präsent. Sie fanden die Strafe (drei Monate Sperre, für die Springer/ Anm. d. Red.) zu milde.“

Mittlerweile soll alles wieder gut sein. Söberg sagt: „Die Lage hat sich langsam, aber sicher entspannt. Die Stimmung zwischen den Betreuern und Athleten aus verschiedenen Nationen ist heute viel besser. Zu Beginn der Saison haben uns nicht viele gegrüßt. Man konnte keinen Smalltalk führen, außer mit den Norwegern.“

Und für die Spiele macht Sportchef Jan-Erik Aalbu ein Versprechen: „Ich kann garantieren, dass wir keine Sprunganzüge manipuliert haben. Ich kann nicht garantieren, dass es keine Disqualifikationen geben wird. Aber ich kann garantieren, dass wir nicht bewusst gegen die Regeln verstoßen.“

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