„Ich bin keine Transsexuelle, ich bin ein Mädchen“, beteuert die umstrittene Boxerin
Die algerische Box-Olympiasiegerin Imane Khelif ist bereit, sich vor Olympia 2028 in Los Angeles einem Geschlechtertest des Weltverbands World Boxing zu unterziehen. „Ich bin keine Transsexuelle. Mein Unterschied ist natürlich. Ich bin einfach so. Ich habe nichts unternommen, um das zu ändern, wie mich die Natur geschaffen hat“, sagte Khelif im Interview der französischen Sportzeitung „L'Équipe“: „Deshalb habe ich keine Angst. Wenn ich mich für die nächsten Spiele einem Test unterziehen muss, werde ich das tun.“
Bei den Sommerspielen in Paris hatte sich um Imane Khelif und Lin Yu-ting aus Taiwan eine Geschlechter-Debatte entfacht, die einen massiven Wirbel auslöste und eine gesellschaftspolitische Dimension annahm. Khelif gewann bei den Spielen Gold im Weltergewicht. In dem Interview erklärte die algerische Boxerin, dass sie im Anlauf zu den Pariser Spielen in Hormonbehandlung gewesen sei.
„Ich habe weibliche Hormone. Die Leute wissen das nicht, aber ich habe meinen Testosteronspiegel für Wettkämpfe bereits gesenkt. Ich bin von Ärzten umgeben, werde von einem Professor betreut und habe Hormonbehandlungen gemacht, um meinen Testosteronspiegel zu senken“, sagte Khelif. „Für das Qualifikationsturnier für die Spiele in Paris, das in Dakar stattfand, habe ich meinen Testosteronspiegel auf null gesenkt.“
Khelif reagiert auf Trumps Aussagen
Die Sportlerin reagierte auch auf kritische Aussagen von US-Präsident Donald Trump in Richtung Khelif im Wahlkampf. Trump hatte sie als „Mann, der sein Geschlecht gewechselt hat“ bezeichnet. Trump dürfe nicht die Wahrheit verdrehen, sagte sie. „Ich bin keine Transsexuelle, ich bin ein Mädchen. Ich bin als Mädchen erzogen worden, ich bin als Mädchen aufgewachsen, die Menschen in meinem Dorf haben mich immer als Mädchen gekannt. Ich respektiere ihn, wenn er die Wahrheit respektiert.“
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Khelif bekräftigte, bei den Spielen 2028 in Los Angeles antreten zu wollen. „Nur weil ich als Profi kämpfe, verzichte ich nicht auf die Spiele 2028. Ganz und gar nicht. Ich möchte für Algerien bei den Spielen in Los Angeles boxen und die erste Sportlerin in der Geschichte Algeriens werden, die ihren Olympiasieg verteidigen kann.“
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