In der türkischen Süper Lig rollt eine Entlassungswelle. Nachdem Ole-Gunnar Solskjaer am Donnerstagabend nur eine Stunde nach Abpfiff der Partie von Besiktas Istanbul gegen Lausanne als Trainer gehen musste, schmiss Fenerbahçe nun José Mourinho raus.

„Wir haben uns von José Mourinho getrennt, der seit der Saison 2024/25 Trainer unserer Profi-Fußball-A-Mannschaft war. Wir danken ihm für seinen Einsatz für unser Team und wünschen ihm für seine weitere Karriere viel Erfolg“, heißt es schlicht im Statement des amtierenden Vizemeisters.

Am Mittwochabend scheiterte Fenerbahçe in der Champions-League-Qualifikation an Benfica Lissabon. Nach einem 0:0 zu Hause verloren sie 0:1 – in Unterzahl. Nach nur einem Jahr endet das Kapitel Istanbul somit für „The Special One“. Mit dem Unentschieden bei Göztepe hatte die Mannschaft schon zum Liga-Start Punkte liegen lassen. Und das, obwohl der Kader mit neun Neuzugängen für insgesamt 45 Millionen Euro verstärkt worden war.

Ob nur sportliche Gründe zu Mourinhos Entlassung geführt haben, gab der Klub nicht bekannt. Gut möglich, dass auch persönliche Differenzen dazu geführt haben, dass die Vereinsführung keine zwei Wochen nach Liga-Start die Reißleine gezogen hat.

Rassismus-Vorwürfe gegen „the special One“

Schon die vergangene Saison war von Kontroversen um Mourinho geprägt. Dass der Portugiese gerne polarisiert, ist nichts Neues. Anfang des Jahres löste er allerdings eine wochenlange Rassismus-Debatte aus. Nach dem Stadtderby gegen Galatasaray hatten diese die Vorwürfe erhoben – Mourinho kassierte vier Spiele Sperre und eine saftige Geldstrafe. Der Vorwurf: Er habe die Spieler von Galatasaray als „Affen“ bezeichnet.

Sportlich enttäuschte er auch in der vergangenen Saison: Mit der verpassten Meisterschaft war man an der Klubspitze nicht zufrieden.

Erst vor Kurzem machte der Ex-Real-Trainer der Vereinsführung Vorwürfe. So kritisierte er in der Pressekonferenz vor dem Benfica-Spiel die Transferpolitik und Kaderplanung der Verantwortlichen.

Besiktas scheiterte gleich zwei Mal

Beim Stadtnachbarn Besiktas musste Skolsjaer nach der verpassten Qualifikation der Conference League gehen. Am Donnerstagabend hatten sie zu Hause 0:1 gegen Lausanne verloren (Hinspiel 1:1). Zuvor waren sie schon in der Europa-League-Qualifikation gegen Schachtar Donezk ausgeschieden. In der Liga reichte es gegen Abstiegskandidat Eyüpspor nur zu einem knappen Last-Minute-Sieg. Der Norweger hatte das Amt in Istanbul erst im Januar angetreten.

Beide Vereine sind jetzt auf Trainersuche. In der Liga geht es direkt am Wochenende weiter. Am Sonntag muss Fenerbahçe zu Genclerbirligi, Besiktas muss ebenfalls auswärts bei Alanyaspor ran.

Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke