Laura Siegemund wahrt deutsche US-Open-Hoffnung
Trotz frühem 0:3-Rückstand im ersten Satz zieht Laura Siegemund bei den US Open in die dritte Runde ein. Damit ist sie als einzige deutsche Tennisspielerin noch im Turnier. Denn Eva Lys verliert ihr Match, weil der eigene Körper nicht mitspielt. Das hat sie schon beim Aufstehen befürchtet.
Die deutschen Tennisspielerinnen haben bei den US Open ein Wechselbad der Gefühle durchlebt. Während die Wimbledon-Viertelfinalistin Laura Siegemund durch das 6:4, 6:2 gegen die Russin Anastassija Sacharowa zum ersten Mal seit 2016 die dritte Runde erreichte, musste Eva Lys beim Stand von 4:6, 0:3 gegen die an Nummer 21 gesetzte Tschechin Linda Noskova aufgeben und ihren Traum von einem weiteren Auftritt in New York begraben.
"Ich versuche, mich einfach auf mich zu konzentieren. Ich weiß, was ich kann, ich weiß auch, was ich nicht kann", sagte Siegemund am Sky-Mikrofon: "Vielleicht bin ich da zurzeit ein bisschen smart. Smarter als in der Vergangenheit."
Dass Siegemund als letzte deutsche Hoffnung in der dritten Runde stehen würde, hatte sich zu Beginn des Spiels nicht angedeutet. Schnell lag die 37-Jährige mit 0:3 gegen Sacharowa zurück. Doch Siegemund behielt die Nerven, kontrollierte fortan das Tempo der Begegnung und sicherte sich mit dem fünften gewonnenen Spiel in Serie den ersten Satz.
In Durchgang zwei dominierte Siegemund dann von Anfang an und verwandelte nach 1:48 Stunden Spielzeit ihren zweiten Matchball zum Sieg. Damit spielt sie nun gegen Jekaterina Alexandrowa (Nr. 13) um ihre erste Teilnahme an einem Achtelfinale in Flushing Meadows.
Eva Lys: "Irgendwann ist es zu viel für meinen Körper"
Zuvor hatte sich Lys auf bitterste Art und Weise vom Einzel verabschiedet - weil wieder einmal der Körper nicht mitgespielt hatte. "Es ist sehr enttäuschend, das sieht man auch an meinem Gesicht", haderte Lys: "Trotzdem ist es natürlich ein großes Thema, aber ich versuche, es nicht an die große Glocke zu hängen und schnell abzuhaken. Wenn es nicht geht, geht es nicht." Es sei einfach eine Situation, "mit der ich früher oder später klarkommen muss".
Was genau Lys zur Aufgabe zwang, ließ sie im Anschluss offen. Bekanntlich leidet die Hamburgerin an einer rheumatischen Autoimmunerkrankung (Spondyloarthritis) - diese sorgt unter anderem für Rückenschmerzen. Bereits im Vorfeld des letzten Grand-Slam-Turniers des Jahres war sie beim WTA-Event in Cleveland frühzeitig ausgestiegen.
Und auch in New York griff sie sich nun immer wieder an den Rücken, ließ sich beim Stand von 2:5 im ersten Satz auf dem Platz und in der Kabine behandeln, doch es brachte alles nichts. Am Ende des Dramas stand die vierte Niederlage im vierten Duell mit Noskova - und wie schon in Wimbledon folgte gegen die Tschechin das Aus in Runde zwei.
Bereits nach dem Aufstehen habe sie gewusst, "dass es wahrscheinlich sehr, sehr schwer wird", sagte die 23-Jährige und ergänzte am Sky-Mikrofon: "Irgendwann ist es zu viel für meinen Körper. Ich konnte meiner Gegnerin kein gutes Match liefern, ich war mit dem Kopf nicht auf dem Platz."
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