Wie eine Minimalistin ihre Reisetasche packt
1. Eine kategorisierte Packliste machen
Zunächst empfiehlt Jasmin Mittag, sich mit den klimatischen Gegebenheiten am Reiseziel vertraut zu machen. „Denn das dortige Wetter bestimmt natürlich maßgeblich über die Kleidung“, erläutert sie.
Ihre Packliste gliedert sie in fünf Kategorien: Kleidung, Hygiene, Technik, Dokumente, Medikamente. „Auf diese Weise behalte ich die Übersicht und vergesse nichts Wichtiges.“
2. Das Packvolumen variieren und voll ausschöpfen
Ein Hartschalenkoffer ist sperrig und bringt schon ohne Inhalt leicht zwei oder drei Kilo auf die Waage. Jasmin Mittag bevorzugt einen variablen Rucksack, dessen Volumen sich, etwa mit Riemen oder Reißverschlüssen anpassen lässt.
„Der maximale Stauraum reicht mir locker für eine zweiwöchige Reise, verkleinert ist er dann ein super Daypack oder mal nur für Laptop und Schreibzeug.“ Mit solch leichtem Gepäck ist Mittag derzeit für mehrere Monate auf Bali unterwegs.
Empfehlenswert sind zudem sogenannte Dufflebags aus leichtem, aber strapazierfähigem Nylonmaterial. Die auch Weekender-Taschen genannten Bags haben kaum Eigengewicht, bieten viel Stauraum und lassen sich bei Nichtnutzung zusammenfalten. Einziger Nachteil: Ihr zylindrischer Innenraum ist zumeist nicht in verschiedene Fächer unterteilt.
Um das Platzangebot der Tasche optimal zu nutzen, rät Mittag dazu, Kleidung maximal „zu verdichten“, indem sie erst gefaltet und dann aufgerollt wird. Um Chaos zu vermeiden, empfehlen sich gerade bei Taschen ohne Unterteilung sogenannte Packing Cubes, leichte Innentaschen oder -säcke, in die sich das Packgut nach Kategorien einsortieren lässt.
Generell rät Mittag stets zur kleinstmöglichen Tasche: „Zum einen ist es weniger Geschleppe, zum anderen wird man gar nicht erst verführt, Überflüssiges mitzunehmen.“ Neben ihrem Rucksack trägt Mittag auf Reisen stets eine kleine Hüfttasche, in der sie Handy, Portemonnaie, Reisedokumente und andere Wertgegenstände körpernah verstaut.
3. Die Kleidung nach Faustregel begrenzen
„Maximal drei pro Sorte“, lautet die Faustregel, nach der Mittag verfährt. Also etwa: Drei T-Shirts, drei Unterhosen, drei Paar Socken. „Man kann immer mal was mit der Hand durchwaschen“, sagt die Minimalistin.
Die Minimalistin Jasmin Mittag bevorzugt einen Rucksack auf ReisenBei anderen Teilen, etwa Schuhen oder Hosen, beschränkt sich Mittag auf Zweifachausstattung: Das schwerere Paar Schuhe und die dickere Hose trägt sie – wie auch die Jacke – schon bei der Anreise, die leichten Varianten führt sie in ihrer kleinen Reisetasche mit sich. Sollte das Reiseziel sommerlich sein, kommen noch Badebekleidung und ein Hoodie oder Sweater für kühlere Abende dazu.
4. Gegenstände mit Mehrfachnutzen bevorzugen
„Wenn möglich, sollte man Gegenstände mit Mehrfachnutzen verschiedenen Einzelprodukten vorziehen“, sagt Mittag. Als Beispiel nennt sie ein Stück Festseife, das sowohl für Haut und Haare als auch zum Durchwaschen getragener Kleidung geeignet ist. Auch ein Ladekabel mit verschiedenen Anschlüssen kann hilfreich sein, sofern verschiedene elektronische Geräte mitgeführt werden.
5. Persönliche „Must-haves“ dürfen mit
Verbrauchsgüter und Hygieneartikel wie Zahnbürste und Deo besorgt sich Mittag oft erst vor Ort. Dinge, die vielleicht nicht lebensnotwendig sind, aber sich bewährt haben und am Zielort nicht mit Sicherheit zu bekommen sind – etwa die bevorzugte Handcreme, Nahrungsergänzungsmittel oder Ohrenstöpsel für ruhigen Schlaf – sollte man trotz der selbstauferlegten Mengenbegrenzung einpacken.
„Es ist nervig, wenn man diese Lieblingsdinge vermisst, das nicht aus dem Kopf kriegt und am Urlaubsort vergeblich die Geschäfte abklappert“, sagt Mittag.
6. Zum Schluss die Klamottenauswahl halbieren
„Selbst wenn wir uns vornehmen, mit dem Nötigsten auszukommen, ist das meist immer noch zu viel.“ Jasmin Mittag empfiehlt deshalb, die für die Reise getroffene Kleidungsauswahl noch einmal zu halbieren, bevor die Reisetasche gepackt wird.
„Viele Menschen haben ein ausgeprägtes Sicherheitsdenken und wollen für alle erdenklichen Fälle gerüstet sein. Da kann es schwer sein, einfach mal loszulassen – auch die vielen Dinge, die uns vermeintlich Sicherheit geben.“
Wer lerne, mit leichtem Gepäck zu reisen, habe nicht nur weniger zu schleppen, sondern sei am Reiseziel oft auch unbeschwerter unterwegs und komme Land und Leuten deutlich näher. „Außerdem ist ein Urlaub mit Minimalausrüstung auch ein Test, um für sich herauszufinden, wie wenig Zeug man eigentlich braucht.“ Womöglich könne so aus einer unbeschwerten Urlaubserfahrung eine Inspiration werden, auch im Alltag Ballast abzuwerfen.
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