1. Einmal über den großen Teich per Schiff

Sechs Tage dauert die Reise von Europa aus in die USA quer über den Atlantik auf einem Kreuzfahrtschiff. Und obwohl es an Bord von so einem Pott viel Ablenkung gibt, lockt doch immer der meditative Blick hinaus auf diese in ständiger Veränderung begriffene Wüste in Blau: durchs Kabinenfenster oder noch besser im Sommer vom Liegestuhl an Deck aus.

Plötzlich bekommt man dabei ein Gefühl dafür, wie groß dieser Planet ist. Für Leute, denen diese Dimension Sorge bereitet, haben die Kapitäne einen Trost bereit: Meist ist das Land nur vier Kilometer entfernt – gemessen senkrecht von der Unterkante des Schiffsrumpfes aus!

2. Einmal auf Safari in Afrika

Was für ein Gefühl, wilden Löwen, Giraffen, Antilopen und Herden aus Abertausenden von Zebras und Gnus in ihrer Heimat gegenüberzustehen – ohne Zaun und geschützt nur durch die Metallkarosserie eines Geländewagens. Wie schön sie sind, wie anmutig. Und was für ein Erlebnis, wenn dann auch noch Elefanten und Nashörner auftauchen!

Wo all das am schönsten ist? In der tansanischen Serengeti oder der kenianischen Masai Mara. Und in Botswana, wo mancher Nationalpark so groß ist wie die Schweiz.

3. Einmal im Burj al-Arab wohnen

Die PR-Strategen feiern die Edelherberge in Dubai als einziges Sieben-Sterne-Hotel der Welt. Liegen sie so verkehrt, obwohl die Skala eigentlich nur bis fünf Sterne geht?

Fakt ist: Das Burj al-Arab, auf einer künstlichen Insel errichtetes Wahrzeichen der Stadt, ist eines der luxuriösesten und teuersten und dank einer Gebäudehöhe von 321 Metern auch eines der höchsten Hotels der Welt. Jedes Zimmer reicht über zwei Etagen, und selbst die kleinste Version bringt es auf 170 Quadratmeter. Und immer gehört ein persönlicher Butler dazu.

4. Einmal mit dem Orient-Express fahren

Ein Nostalgiezug mit dem Glanz alter Zeiten gehört dazu, mit eigenem Schlafabteil, mit glanzvollem Speisewagen, exzellenten Menüs – und mit unvergesslichen Ausblicken durch die Scheiben. Welcher es sein soll?

Der Venice-Simplon Orient-Express zwischen London und Venedig oder lieber der Royal Scotsman, der von Edinburgh aus in die Highlands startet? Geschmackssache, aber auf hohem Niveau! Für ersteren spricht, dass die Strecke länger ist und damit dieses sanfte Rumpeln auf Gleisen, wichtiger Teil des Erlebnisses, länger anhält.

5. Einmal per Schiff in die Antarktis – oder die Arktis

In die extremen Zonen des Planeten gelangt man am besten, wenn man sein Hotel mitnimmt. Und das ist am einfachsten, wenn es schwimmt – zwischen gewaltigen Eisbergen hindurch, zu unberührten Gletschern, hinein in einsame Fjorde.

Die Liste wäre unvollständig ohne eine Reise mit dem Kreuzfahrtschiff in die Arktis oder Antarktis. Welches? Das ist dabei fast egal – und eine individuelle Entscheidung. Die Auswahl ist groß und reicht von der Luxusyacht bis zum Expeditionsschiff.

6. Einmal Baumhaus-Urlaub machen

Von höherer Warte aus betrachtet, sieht die Welt ganz anders aus, zum Beispiel aus dem Zimmer eines Baumhaus-Hotels. Auch die Geräusche sind anders, und es ist, als stimmten die Vögel ihr Morgenkonzert ganz gezielt für einen selbst an.

Baumhaus-Hotels gibt es inzwischen etwa in Südindien, im Amazonas-Regenwald Brasiliens und in Deutschland. Um Etikettenschwindel vorzubeugen: Es reicht nicht, wenn es ein Ferienhaus auf Stelzen und mit vielen Treppenstufen ist, es sollte wirklich mit einem Baum verbunden sein.

7. Einmal zu den Gorillas in den Urwald

Sie sind friedlich, sie sind riesig, machtvoll, kraftvoll, sie sind entfernt mit uns verwandt – und sie sind nur noch wenige. In Uganda und Ruanda kann man sie besuchen und ihnen unter strengen Auflagen bis auf ein Dutzend Meter nahe kommen: die Gorillas.

Allerdings: Gewisser Mut gehört dazu. Ein ganz besonderes Erlebnis ist es, einen der großen Silberrücken zu sehen, ein ausgewachsenes Männchen, sogenannt wegen seines silbrig-grauen Fells.

8. Einmal durch die Wüste

Diese Kargheit reinigt die Sinne. Und die Tatsache, sich anfangs an kaum etwas festgucken zu können, keine wirklichen Orientierungspunkte zu haben – das entspannt enorm. Man lernt loszulassen. Sich auf etwas einzulassen.

Und bald lässt man beglückt den Sand zwischen den Fingern hindurchrinnen und schaut den Körnchen nach, wenn sie hinunterrieseln. Die Ereignisse, die einen interessieren, werden wieder kleiner. Die Abgestumpftheit nimmt ab.

Welche Wüste es sein muss? Ganz egal. Keine bestimmte. Schön und sandreich sollte sie sein. Zum Beispiel die Sahara (am bequemsten in Marokko), die Rimal Al Wahiba (von Omans Hauptstadt Maskat werden Touren angeboten) oder die Thar in indischen Rajasthan.

9. Einmal mit dem Auto auf große Fahrt gehen

Die Idee klingt banal – und sie ist es auch, wenn man immer auf der Autobahn bleibt. Dabei ist es so schön, mit dem eigenen Wagen auf große Fahrt zu gehen, den Wechsel der Landschaften, der Kulturen, sogar der Farben und der Gerüche aus der Nähe zu erleben, statt einfach nur darüber hinwegzufliegen und nach ein paar Stunden ganz woanders zu landen.

Der Weg ist das Ziel, und am schönsten ist er auf Nebenstrecken mit reichlich Zeit im Gepäck – egal, ob von Stuttgart aus Richtung Nordkap oder von München nach Andalusien, von Hamburg nach Piräus.

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