Die Bundesanwaltschaft hat in Brandenburg einen mutmaßlichen russischen Spion festnehmen lassen. Der Ukrainer soll unter anderem militärisch relevante Informationen gesammelt und dafür auch Kontakte in die europäische Rüstungsindustrie genutzt haben, so der Vorwurf der Karlsruher Behörde. Zuerst berichtete der „Spiegel“ über die Festnahme.

Der in Eisenhüttenstadt lebende Vadym Y. (53) soll demnach Informationen über die Produktion von Panzerfahrzeugen, Munition und Sprengstoff sowie über Personal und Militäranlagen an der Nato-Ostflanke gesammelt haben. Nach Informationen des „Spiegel“ interessierte er sich für die Panzerbrigade 45 der Bundeswehr, die sogenannte Litauen-Brigade, die im kommenden Jahr vollständig in Litauen stationiert und einsatzbereit sein soll.

Spätestens seit Juli 2025 habe Y. über einen Mittelsmann in Kontakt mit einem russischen Nachrichtendienst gestanden, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundesgerichtshofs. Er werde am Freitag einem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt.

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