Junge Union fordert „gesellschaftliche Ächtung“ von Rot-Grün-Rot in Berlin
Für den Fall einer Koalition von Linkspartei, Grünen und SPD in Berlin fordert die Junge Union einen Ausschluss der Landesregierung von Informationen des Verfassungsschutzes und des Bundeskriminalamts. Einen entsprechenden Antrag beschloss die unabhängige Jugendorganisation von CDU und CSU bei ihrem Deutschlandtag in Bonn einstimmig.
Darin wird auch ein Gremium auf Bundesebene „zur Dokumentation von Rechtsbrüchen und Rechtsbeugung“ durch die Berliner Regierung gefordert.
Außerdem verlangen die Jungunionisten, das geplante Verbot von Vergesellschaftungen per Bundesgesetz umgehend umzusetzen. Eine rot-grün-rote Koalition wäre ein „Kulturbruch“, der eine „gesellschaftliche Ächtung“ der Regierung erfordere, heißt es in dem Antrag.
Auf dem LED-Screen ist der Schriftzug „Nie wieder ist jetzt“ und „Elif für Berlin, Die Linke“ zu lesen, während beim Deutschlandtag der Jungen Union geredet wirdLinke, Grüne und SPD in Berlin hatten am Samstag ihre Sondierungsgespräche abgeschlossen und wollen nun Koalitionsgespräche aufnehmen. Die Union hält die Linke für linksextremistisch und wirft ihr unter anderem antisemitische Tendenzen vor. Die Junge Union hat etwa 90.000 Mitglieder und bezeichnet sich selbst als größte politische Jugendorganisation Europas.
Das plant Rot-Grün-Rot für Berlin
Wohnen und Mieten
- Vergesellschaftung großer privater Wohnungskonzerne ab einem Bestand von 10.000 Wohnungen in Berlin, betroffen wären rund 160.000 Wohnungen
- Mietendeckel für die 440.000 kommunalen Wohnungen erlaubt maximal zwei Prozent Mieterhöhung pro Jahr
- Neubauprogramm für 100.000 bezahlbare Wohnungen mit 100.000 Baugenehmigungen bis 2031
- Aufbau einer „Mietenaufsicht“ und einer Schwerpunktabteilung bei der Staatsanwaltschaft gegen überhöhte und „Wuchermieten“
- Keine Bebauung Tempelhofer Feld
Sauberkeit
- Kostenlose Abholung von Sperrmüll für jeden Haushalt einmal pro Jahr
- Mehr Sauberkeit in Parks oder auf Spielplätzen
Klima
- Mehr Bäume, Bänke und Brunnen zur Klimaanpassung
- Nachhaltigere Wasserbewirtschaftung: Regenwasser in der Stadt halten, Flächen entsiegeln und Berlin zur Schwammstadt weiterentwickeln
Mobilität und Verkehr
- Ausbau der Radwege
- Busse und Straßenbahnen erhalten mehr eigene Spuren und Vorrang an Ampeln, damit sie nicht im Stau stehen
- Mehr Verlässlichkeit von Bus und Bahn
- Mehr Verkehrsberuhigung etwa durch Schulstraßen oder Wohnstraßen ohne Durchgangsverkehr
- ÖPNV-Sozialticket wird billiger (heute: 27,50 Euro pro Monat)
- Kein Weiterbau der A100
Bildung
- Mehr Gemeinschaftsschulen
- Kostenfreiheit von der Kita bis zur Hochschule bleibt
- Kostenloses Schülerticket und kostenloses Schulmittagessen bis zur 6. Klasse bleibt
- Handyverbot an Grundschulen
- Aufbau einer unabhängigen Beschwerdestelle für mehr Schutz vor Diskriminierung und Mobbing im Bildungsbereich
- Keine Kooperationsvereinbarung der Bildungsverwaltung mehr mit der Bundeswehr
Sicherheit
- Kein Personalabbau bei der Polizei
- Der Verfassungsschutz bleibt in seiner jetzigen Form erhalten bei Stärkung der Transparenz und parlamentarischen Kontrolle
- Überprüfung der bestehenden Messer- und Waffenverbotszonen und der Videoüberwachung im Jahr 2028 unter Einbeziehung der Polizei
Kultur
- Kulturfördergesetz für verlässlichere Förderung
- Wiedereinführung der 16 kostenlosen Museumssonntage pro Jahr und der Kulturkarte für Jugendliche
Gesellschaft
- Konsequentes Vorgehen gegen Antisemitismus, Antiziganismus, antimuslimischen und antischwarzen Rassismus und gegen Queerfeindlichkeit
- Demokratiefördergesetz für verlässlichere Förderung von Initiativen aller Art
- Aufbau von Kiezkantinen mit preiswertem Essen für mehr Austausch und sozialen Zusammenhalt
- „Wir setzen uns nachdrücklich für die Einführung des aktiven und passiven Wahlrechts auf kommunaler und Landesebene im Rahmen unserer Kompetenzen für alle Menschen nach fünf Jahren Aufenthalt in Deutschland ein.“
Finanzen
- Konsolidierungsstrategie im Haushalt bis 2031 unter anderem mit Hilfe von Ausgabendeckel, Erhöhung der Einnahmen, Verlagerung von Investitionsfinanzierung aus dem Kernhaushalt, Nutzen von Kreditspielräumen sowie Priorisierung der Ausgaben
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke