Papst muss an der Lunge operiert werden
Papst Leo XIV. muss sich einer Operation unterziehen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche gab bei seinem Sonntagsgebet vor Zehntausenden Pilgern im Vatikan bekannt, dass bei ihm ein „Knoten in der Lunge“ entdeckt worden sei, der sich im Anfangsstadium befinde.
Der 71-Jährige steht seit Mai vergangenen Jahres als erster Pontifex aus den USA an der Spitze von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken. Im kommenden Monat steht für ihn eigentlich eine Reise nach Südamerika auf dem Programm.
Bei seinem sonntäglichen Angelus-Gebet wandte sich Leo überraschend mit einer persönlichen Nachricht an die Gläubigen auf dem Petersplatz: „Die Ärzte haben bei mir einen Knoten in der Lunge entdeckt, der sich im Anfangsstadium befindet und gut lokalisiert ist“, sagte er. „Die Ärzte halten einen Eingriff für angebracht. Und daher habe ich mich auf ihren Rat hin entschlossen, mich operieren zu lassen, um ihn entfernen zu lassen. Der Eingriff ist bereits für die nächsten Tage geplant.“ Er rief die Gläubigen zum Gebet für ihn auf.
Die Operation wird bereits Anfang der neuen Woche stattfinden. Dies teilte Vatikansprecher Matteo Bruni mit, den genauen Wochentag nannte er jedoch nicht. Der Eingriff soll, wie im Vatikan zu erfahren war, in der römischen Gemelli-Klinik vorgenommen werden.
Dort gibt es seit dem Pontifikat von Johannes Paul II. (1978-2025) eine eigene Patientenwohnung für den Papst. Laut Bruni ist für die Rekonvaleszenz nach dem Eingriff eine zusätzliche Zeit in der Klinik von „etwa einer Woche“ eingeplant. Die am 6. November beginnende elftägige Südamerika-Reise des 71-jährigen Papstes hatte dieser selbst noch am Sonntag in einem Zuruf an peruanische Pilger bestätigt.
Leo gehört zu den jungen Päpsten
Leo – mit bürgerlichem Namen Robert Francis Prevost – gehört in der Geschichte der katholischen Kirche zu den verhältnismäßig jungen Päpsten. Einen Termin für die geplante Operation nannte er nicht.
Seit seiner Wahl zum Nachfolger des schwer kranken Papstes Franziskus im vergangenen Jahr waren keine gesundheitlichen Probleme bekannt geworden. Im Gegenteil: Leo hielt sich mit Tennis, Schwimmen und regelmäßigen Übungen fit. In seiner Wohnung im Apostolischen Palast soll sich nach Presseberichten auch ein Fitnessstudio befinden.
Im kommenden Monat steht für Leo eigentlich eine fast zweiwöchige Reise nach Uruguay, Argentinien und Peru auf dem Programm. In Peru war der frühere weltweite Chef des Augustinerordens viele Jahre als Missionar und Bischof tätig. Er hat auch die peruanische Staatsbürgerschaft.
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