Tote und 309 Verletzte bei Angriff auf Flughafen Riad – Trump kündigt „schnelle“ Entscheidung an
Bei dem Angriff auf den internationalen Flughafen der saudiarabischen Hauptstadt Riad sind nach Behördenangaben mindestens zwölf Menschen getötet worden, darunter neben vier Einheimischen auch acht Ausländer. 309 weitere Menschen seien bei der Attacke am Samstag verletzt worden, einige von ihnen schwer, teilte die zivile Luftfahrtbehörde am Sonntag mit.
Bei den ausländischen Todesopfern handelte es sich den Angaben zufolge um einen Menschen aus den USA, zwei Menschen aus Bangladesch, einen Palästinenser und jeweils einen Menschen aus Ägypten, Jordanien, Syrien und dem Sudan. In der Mitteilung war außerdem von „materiellen Schäden“ durch den Angriff die Rede.
Hintergrund ist militärische Eskalation
Nach Angaben aus Diplomatenkreisen hatte die jemenitische Huthi-Miliz am Samstagnachmittag eine Rakete auf den Flughafen abgefeuert. Die saudiarabische Luftfahrtbehörde bestätigte einen Angriff auf den Flughafen, machte aber nicht offiziell die Huthis für die Attacke verantwortlich. Der Flugbetrieb wurde vorerst eingestellt.
Der Flughafen von Riad war bereits am Donnerstag getroffen worden. Dabei wurden nach saudiarabischen Angaben drei Menschen getötet und ein Flugzeug beschädigt. Deutschland und andere westliche Länder raten inzwischen von einer Nutzung des Flughafens ab.
Saudi-Arabien führt eine Militärkoalition an, die die international anerkannte Regierung des Jemen im Kampf gegen die Huthis unterstützt. Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz kontrolliert seit Jahren weite Teile des Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa. Zuletzt übernahm sie nach einer Blitzoffensive die Kontrolle über große Teile der Küste an der strategisch und wirtschaftlich wichtigen Meerenge Bab al-Mandab.
Trump verurteilt Raketenangriff
US-Präsident Donald Trump hat den Angriff verurteilt. „Was in Saudi-Arabien passiert ist, ist nicht akzeptabel“, sagte Trump am Samstag (Ortszeit) auf dem Regierungsflughafen Joint Base Andrews vor Journalisten. Er werde mit Saudi-Arabiens De-facto-Herrscher Kronprinz Mohammed bin Salman darüber „sprechen“.
Die Vereinten Nationen äußerten sich besorgt. „Diese Angriffe stellen eine schwerwiegende Eskalation dar“, erklärte der UN-Sondergesandte für den Jemen, Hans Grundberg, am Samstag (Ortszeit) in New York. „Solche Handlungen sind eine ernsthafte Gefahr für die regionale Sicherheit, verstetigen Kreisläufe der Gewalt und komplizieren die Friedensbemühungen für den Jemen noch mehr.“
US-Präsident Trump erwägt inzwischen offenbar, Saudi-Arabien im Kampf gegen die Huthis zu unterstützen. Nach dem Angriff auf den Flughafen von Riad werde seine Regierung nun „sehr schnell“ eine Entscheidung treffen, hatte er am Samstag vor Journalisten am Weißen Haus gesagt. US-Medien zufolge hatten die USA Bitten Saudi-Arabiens um militärische Unterstützung bisher abgelehnt.
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