Die Union kommt in einer neuen Umfrage von Forsa nur noch auf 19 Prozent. Das ist ein historischer Tiefststand. Zum letzten und bisher einzigen Mal hatte die Union einen so niedrigen Wert im RTL/ntv-„Trendbarometer“ Anfang September 2021 verzeichnet. Im Vergleich zur Vorwoche verlieren CDU/CSU einen Prozentpunkt.

Stärkste Partei in der Umfrage bleibt die AfD mit 26 Prozent, wobei sie auch einen Punkt verliert. Auf Platz drei folgen die Grünen, die ebenfalls einen Punkt weniger erzielen als in der Vorwoche und von 16 Prozent gewählt würden.

Einen kleinen Aufwärtstrend gibt es hingegen für die SPD von Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil und Arbeits- und Sozialministerin Bärbel Bas: Die Sozialdemokraten können zwei Prozentpunkte im Vergleich zur Vorwoche hinzugewinnen. Zuletzt hatte Forsa 14 Prozent für die SPD im März gemessen.

Die Linke bleibt unverändert bei dem vergleichsweise hohen Wert von 12 Prozent. FDP und BSW kommen auf vier, respektive drei Prozent, ebenfalls ohne Veränderung. Laut Forsa gaben 24 Prozent der Befragten an, unentschlossen zu sein oder nicht wählen zu wollen.

Das linke Lager, das zuletzt in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern Mehrheiten gewann, kommt damit bundesweit auf 42 Prozent. Die regierende lagerübergreifende Koalition aus CDU/CSU und SPD erhält in der Umfrage nur 33 Prozent und wäre damit weit von einer Mehrheit entfernt.

Die Umfragewerte im Überblick:

  • AfD: 26 Prozent (-1)
  • CDU/CSU: 19 Prozent (-1)
  • Grüne: 16 Prozent (-1)
  • SPD: 14 Prozent (+2)
  • Linke: 12 Prozent (±0)
  • FDP: 4 Prozent (±0)
  • BSW: 3 Prozent (±0)
  • Sonstige: 6 Prozent (+2)

Für die Union birgt die Umfrage noch weitere schlechte Nachrichten. Forsa fragt für das „Trendbarometer“ regelmäßig auch ab, welcher Partei die Befragten politische Kompetenz zuschreiben. Auf die Frage, welche Partei die Probleme Deutschlands am besten lösen könne, gaben nur noch neun Prozent die CDU/CSU als Antwort. Im Vergleich zur Vorwoche hat die Union damit einen Punkt verloren und ist erstmals einstellig. Im Vergleich zum März hat sich der Wert halbiert.

Die SPD konnte bei der Kompetenzfrage zwei Punkte zulegen. Mit acht Prozent liegt sie leicht vor den Grünen, die einen Punkt verlieren und auf sieben Prozent kommen. Die Linke folgt mit stabil gebliebenen sechs Prozent. Die AfD verliert ebenfalls einen Punkt, liegt aber weiterhin mit 12 Prozent vor allen anderen Parteien. Den generell niedrigen Werten stehen 55 Prozent der Befragten gegenüber, die keiner Partei zutrauen, die Probleme des Landes lösen zu können.

Die Zustimmungswerte für Bundeskanzler Friedrich Merz bleiben mit elf Prozent sehr niedrig. 87 Prozent der Befragten geben an, mit der Arbeit des Kanzlers unzufrieden zu sein. Unter den Anhängern der Union wächst der Anteil derer, die mit Merz unzufrieden sind, um drei Prozentpunkte auf 59 Prozent.

Für die repräsentative Umfrage zum RTL/ntv-„Trendbarometer“ hat Forsa im Auftrag von RTL Deutschland zwischen dem 22. und 28. September 2501 Personen befragt. Statistische Fehlertoleranz: plus/minus 2,5 Prozentpunkte. Zur politischen Kompetenz wurden 1003 Menschen befragt.

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