Zahl der Empfänger von Asylbewerberleistungen um 15 Prozent gesunken
Die Zahl der Empfänger von Asylbewerberleistungen in Deutschland ist gesunken. Zum Jahresende 2025 bezogen rund 390.000 Menschen diese staatliche Unterstützung. Das waren 15 Prozent oder 71.400 Personen weniger als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Die größte Gruppe der Leistungsbezieher stammte mit 64.600 Personen aus Syrien.
Den Statistikern zufolge waren 61 Prozent der Empfänger männlich und 39 Prozent weiblich. Knapp ein Drittel (31 Prozent) war minderjährig, während 62 Prozent zwischen 18 und 49 Jahre alt waren. Die häufigsten Herkunftsländer nach Syrien (17 Prozent) waren die Türkei (15 Prozent), Afghanistan (zehn Prozent) und der Irak (sieben Prozent). Fast die Hälfte aller Leistungsbezieher stammte aus Asien (48 Prozent), 30 Prozent aus Europa und 17 Prozent aus Afrika.
Das Asylbewerberleistungsgesetz sieht unterschiedliche Leistungsstufen vor. So können Personen, die sich seit mindestens 36 Monaten ohne wesentliche Unterbrechung in Deutschland aufhalten, höhere Leistungen erhalten. Voraussetzung ist, dass sie die Dauer ihres Aufenthalts nicht rechtsmissbräuchlich selbst beeinflusst haben – etwa durch die Vernichtung von Ausweisdokumenten. Diese Leistungen orientieren sich dann am Sozialgesetzbuch.
Fünf Prozent der Leistungsberechtigten kamen aus der Ukraine, die vor viereinhalb Jahren von Russland überfallen wurde. Hilfsbedürftige Flüchtlinge aus der Ukraine erhalten nach ihrer Registrierung jedoch in der Regel Bürgergeld oder Sozialhilfe und beziehen damit keine Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Neben den Regelleistungen zur Deckung des notwendigen Bedarfs gibt es besondere Leistungen, etwa bei Krankheit oder Schwangerschaft. Die Zahl der Empfänger von besonderen Leistungen sank hierzulande ebenfalls um 15 Prozent auf rund 214.800.
Generell geht die Zahl der Asylanträge, die in Deutschland gestellt werden, seit einigen Jahren zurück. Im ersten Halbjahr dieses Jahres waren es 39.646 Asylerstanträge, wie aus Statistiken des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hervorgeht. Das entspricht einem Rückgang von rund 35 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
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