Linken-Chef Luigi Pantisano geht den AfD-Vorsitzenden Tino Chrupalla hart an. „Herr Chrupalla, Sie sind die größte Flachzange, die in Berlin rumläuft“, warf Pantisano ihm in einer ARD-Sendung zum Ausgang der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt an den Kopf.

„Im Gegensatz zu Ihnen weiß ich, was wenigstens eine Flachzange ist“, entgegnete Chrupalla später. „Ich habe bereits 25 Jahre gearbeitet. Ich habe mehr Steuern und Abgaben bezahlt als Sie wahrscheinlich in Ihrem ganzen Leben.“

Pantisano warf Chrupalla wiederum vor: „Sie lügen einfach nur die ganze Zeit, von morgens bis abends. Sie sind einfach nur verlogen.“ SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf reagierte unangenehm berührt. „Ich finde es gerade ein bisschen unerträglich. Ich glaube, das Letzte, was die Leute jetzt wollen, ist, dass wir uns hier gegenseitig beschimpfen“, sagte er und bittet Moderator Markus Preiß, wieder die Gesprächsführung zu übernehmen.

Der Begriff „Flachzange“ spielte zuletzt mehrfach eine Rolle. Erst hatte AfD-Co-Chefin Alice Weidel alle Regierenden in Deutschland pauschal als „Flachzangen“ bezeichnet. Später nannte der sachsen-anhaltische AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund Noch-Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) eine „Flachzange“. Auf die Frage, ob er diese Bezeichnung für seinen Kontrahenten verwenden würde, unterschied Siegmund zwischen Mensch und Politik: „Menschlich nicht, politisch ja“.

„Die Brandmauer ist abgewählt worden“, verkündete Chrupalla im ARD. Er kündigte an, allen anderen Parteien die Hand auszustrecken, falls die AfD eine absolute Mehrheit verfehlen werde. Ob die Linke einer Einladung folgen werde? „Wir würden noch nicht mal darauf reagieren“, erwiderte Pantisano. „Es ist undenkbar für uns, einer rechtsextremen Partei auch nur die Hand zu geben – geschweige denn, ins Gespräch zu kommen.“

„Für uns ist völlig klar: Wir werden mit den Extremen nicht zusammenarbeiten“, insistierte Hoppermann. Die AfD wolle „ein völlig anderes Gesellschaftsmodell“. Aber auch die Linke weise „ein schweres Antisemitismus-Problem“ auf.

Scharfe Kritik übte Chrupalla an Friedrich Merz, der die Ostdeutschen als „Wutbürger“ beleidigt habe. Dies sei „arrogantes Gehabe von einem Bundeskanzler, der die Ostdeutschen immer noch nicht akzeptiert hat im gesamten Deutschland“, beanstandete der AfD‑Politiker. „Er kann abtreten. Dieser Bundeskanzler hat fertig.“

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