Linke plötzlich deutlich vor CDU und AfD – SPD abgeschlagen
Knapp vier Wochen vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus liegt die Linkspartei wieder vorn. Sie kommt bei der Umfrage von Forsa für „t-online“ auf 22 Prozent und rangiert damit vor der CDU (18 Prozent), die sich mit der AfD (18 Prozent) den zweiten Platz teilt. Dahinter folgen die Grünen mit 16 Prozent, die SPD kommt abgeschlagen nur auf zwölf Prozent.
Der relativ deutliche Vorsprung der Linken ist durchaus bemerkenswert. In der aktuellsten Insa-Umfrage im Auftrag der „Bild“ aus der vergangenen Woche lag die Partei mit 19 Prozent noch knapp hinter der CDU (20 Prozent). Generell waren die Abstände bei Insa geringer. Die ersten fünf Parteien lagen dort innerhalb von fünf Prozentpunkten. Die AfD kam auf 17 Prozent, die Grünen auf 16 Prozent und die SPD auf 15 Prozent. Gerade für die SPD ist die neueste Forsa-Umfrage damit ein deutlicher Rückschlag.
BSW und FDP würden den Einzug ins Abgeordnetenhaus mit vier bzw. drei Prozent verpassen. Ein Zweierbündnis hätte in der Hauptstadt, wo derzeit ein schwarz-roter Senat regiert, laut der Umfrage keine Mehrheit. Eine solche Mehrheit hätten etwa eine rot-grün-rote Koalition aus Linken, Grünen und SPD oder eine schwarz-grün-rote Koalition aus CDU, Grünen und SPD.
Die Umfragewerte im Überblick:
- Linke: 22 %
- CDU: 18 %
- AfD: 18 %
- Grüne: 16 %
- SPD: 12 %
- BSW: 4 %
- FDP: 3 %
- Sonstige: 7 %
Eine rot-grün-rote Koalition ist der Umfrage zufolge mit 37 Prozent auch das beliebteste Bündnis. 19 Prozent wünschen sich eine Koalition aus AfD und CDU. Diese hätte allerdings keine Mehrheit und eine Zusammenarbeit beider Parteien gilt ohnehin als ausgeschlossen. Eine weitere Periode Schwarz-Rot – ein Bündnis, das ebenfalls keine Mehrheit hätte – wünschen sich nur 13 Prozent. Eine schwarz-grün-rote Koalition kommt auf neun Prozent Zustimmung.
Für die Umfrage wurden vom Institut Forsa für „t-online“ 1535 Personen im Zeitraum vom 4. bis 18. August befragt. Die Daten sind bei einer Fehlertoleranz von +/- 3 Prozentpunkten repräsentativ.
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