Ein rumänisches Kampfflugzeug vom Typ F-16 hat nach Angaben der Regierung in Bukarest am Donnerstag eine mit Sprengstoff beladene Marine-Drohne zerstört. Die Drohne sei mehrere hundert Meter vom Gasfeld Neptun Deep im Schwarzen Meer entfernt getroffen worden, teilte Verteidigungsminister Radu Miratu im Onlinedienst Facebook mit. Sie sei „mit Sprengstoff beladen“ gewesen und stamme nicht aus der Ukraine.

Rumäniens Präsident Nicușor Dan veröffentlichte im Online-Netzwerk X ein Foto, das offenbar die Drohne zeigen soll. Er dankte den Piloten der eingesetzten Kampfjets und der Küstenwache. „Ich verurteile mit aller Härte die Intensivierung solcher unverantwortlicher Vorfälle seitens der Russischen Föderation.“

Oberste Priorität habe bei dem Schutz der Leben der Menschen gewesen, die auf der Plattform arbeiten, und die Erhaltung der kritischen Infrastruktur, so der Präsident.

In den vergangenen Monaten hatte es wiederholt Drohnenvorfälle in osteuropäischen Nato-Ländern gegeben. Rumänien registrierte seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine vor fast viereinhalb Jahren mehrfach Drohnenüberflüge und auch Abstürze auf seinem Staatsgebiet.

Auch Polen und die baltischen Staaten melden regelmäßig ähnliche Vorfälle. Zuletzt hatte außerdem der Fund einer Sprengstoff-Drohne am Leipziger Flughafen Besorgnis ausgelöst.

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