Selenskyj kündigt Personaländerungen im Militär und Präzisionsschläge auf Russland an
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat mit der Militärspitze seines Landes die aktuelle Kriegslage erörtert und eine Reihe von Entscheidungen in die Wege geleitet. In erster Linie seien Personalentscheidungen getroffen worden, berichtete Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. „Es ist sehr wichtig, dass erfahrene Kommandeure mehr Handlungsspielraum erhalten“, sagte er.
Er habe bei der Sitzung einen Teil der Personalentscheidungen gebilligt, die ihm Oberbefehlshaber Mychajlo Drapatyj vorgelegt habe. „Fünf Entscheidungen wurden bereits getroffen, weitere werden folgen.“ Namen nannte Selenskyj nicht.
Selenskyj und die Militärs erörterten zudem die Auswirkungen der ukrainischen Drohnenangriffe tief in russischem Staatsgebiet. „Wir setzen unsere Fernoperationen fort“, sagte er zu den Einsätzen. „Die Prioritäten für die Präzisionsschläge bis September stehen bereits fest.“ Das ukrainische Militär greift verstärkt die russische Rüstungs- und Erdölindustrie an. Ziel ist es, die Angriffskraft der russischen Streitkräfte zu schwächen.
In diesem Zusammenhang beklagte Selenskyj, dass Russland weiterhin wichtige Komponenten für seine Waffen aus dem westlichen Ausland erhalte. „Sogar aus Ländern, die zur G 7 gehören und sicherlich kein Interesse daran haben, dass (Kremlchef Wladimir) Putin den Krieg in die Länge zieht und das Ausmaß der Angriffe verstärkt“, kritisierte er.
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