Mehrheit lehnt paritätische Wahllisten für Bundestagswahl ab
Eine Mehrheit der Deutschen lehnt einer Umfrage zufolge ein paritätisches Wahlsystem ab. 61 Prozent der Befragten sind demnach dagegen, dass Parteien ihre Wahllisten zur Bundestagswahl je zur Hälfte mit Frauen und Männern besetzen müssen, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des Nachrichtenportals „web.de“ zeigt. 22 Prozent bewerten einen solchen Vorschlag positiv, 17 Prozent sind den Angaben zufolge unentschlossen.
Im Streit um eine Wahlrechtsreform forderte die SPD, das Wahlrecht so zu ändern, dass im Bundestag künftig genauso viele Frauen wie Männer sitzen. Diese Forderung nach Parität wird von der Union abgelehnt. Derzeit liegt der Frauenanteil unter den Abgeordneten bei rund 32 Prozent.
Laut Umfrage lehnen auch 52 Prozent der befragten Frauen paritätische Wahllisten ab, nur 29 Prozent befürworten sie. Bei den männlichen Befragten lag die Ablehnung bei 68 Prozent, 18 Prozent sprachen sich dafür aus.
In der Umfrage für „web.de“ wurden insgesamt 5000 Bürger im Zeitraum vom 23. Juli bis 5. August befragt. Die maximale Fehlertoleranz liegt bei 2,5 Prozentpunkten.
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