Nach Kritik an AfD-Spende – Möbel Höffner zieht Wagen von CSD zurück
Das Möbelhaus Höffner verzichtet auf die geplante Teilnahme am Berliner Christopher Street Day. Das Unternehmen bestätigte dem „Tagesspiegel“, dass der ursprünglich vorgesehene Wagen für den CSD am 25. Juli nicht eingesetzt wird. Auslöser der Debatte war eine Spende von Eigentümer Kurt Krieger, der 18.000 Euro an die AfD überwiesen hatte.
Die Unternehmensleitung erklärte: „Der Christopher Street Day ist ein starkes Zeichen für Vielfalt, Respekt, Gleichberechtigung und Zusammenhalt. Wir möchten nicht, dass dieser Fokus durch eine Debatte über unsere Teilnahme verschoben wird.“
Zugleich betonte das Unternehmen, weiterhin hinter der „LGBTQIA+-Community“ zu stehen und sich für queere Projekte zu engagieren. Das Möbelhaus verweist auf Beteiligungen an Berliner Veranstaltungen wie dem lesbisch‑schwulen Stadtfest, der „Gay Night at the Zoo“ sowie auf Spenden an Initiativen wie „Künstler gegen Aids“.
Die Entscheidung sei dem Unternehmen schwergefallen. „Besonders bedauern wir dies für unsere Kolleg:innen, die sich mit großem Engagement auf diesen Tag gefreut haben“.
Vor allem in den sozialen Medien hatte Höffner für seine geplante Teilnahme am CSD Kritik geerntet. Grund dafür war die im Februar bekannt gewordene Spende an die AfD.
Höffner-Eigentümer Kurt Krieger hatte die Unterstützung der Partei in der „B.Z.“ verteidigt: „Mit meiner politischen Einstellung hat das nichts zu tun.“ Es sei jedoch nicht alles falsch, was die AfD sage.
Höffner plante erstmals mit eigenem Wagen
Möbel Höffner wollte in diesem Jahr erstmals mit einem eigenen Wagen am CSD teilnehmen. Der CSD-Verein kündigte im „Tagesspiegel“ an, seine Teilnahmebedingungen weiterzuentwickeln. Ziel sei es, Strukturen innerhalb von Unternehmen zu stärken, die sich für Vielfalt, Demokratie und queere Sichtbarkeit einsetzen.
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