Die AfD hat ihren Vorsprung auf die Union in der aktuellen Insa-Sonntagsfrage für „Bild am Sonntag“ wieder vergrößert. Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, käme die Partei auf 29 Prozent. Sie legt damit gegenüber der Vorwoche um einen Prozentpunkt zu.

Die Union verliert gleichzeitig einen Punkt und fällt auf 21 Prozent zurück. Der Abstand zwischen beiden Parteien wächst damit wieder auf acht Prozentpunkte, nachdem er zuletzt auf sechs Punkte geschrumpft war.

Bei den übrigen Parteien gibt es ebenfalls Bewegung. Die SPD gewinnt einen Punkt hinzu und kommt auf 13 Prozent. Damit liegt die Partei weiter gleichauf mit den Grünen auf Platz drei, die sich ebenfalls um einen Punkt verbessern.

Die Linke hingegen verliert einen Punkt und steht nun bei zehn Prozent. Auch das BSW verliert einen Punkt und erreicht nur noch drei Prozent. Die FDP verharrt weiter bei vier Prozent. Sowohl BSW als auch FDP würden den Einzug in den Bundestag damit erneut verpassen. Auf die sonstigen Parteien entfallen sieben Prozent.

Die Umfragewerte im Überblick:

  • AfD: 29 Prozent (+1)
  • Union: 21 Prozent (-1)
  • Grüne: 13 Prozent (+1)
  • SPD: 13 Prozent (+1)
  • Linke: 10 Prozent (-1)
  • FDP: 4 Prozent (±0)
  • BSW: 3 Prozent (-0)
  • Sonstige: 7 Prozent (±0)

Union und SPD kommen noch auf 34 Prozent

Für die schwarz-rote Bundesregierung sind die Zahlen ein weiterer Rückschlag. Gemeinsam kommen Union und SPD nur noch auf 34 Prozent. Möglich wäre aktuell nur eine Koalition aus Union, SPD und Grünen mit zusammen 47 Prozent.

Eine Koalition zwischen AfD und Union würde auf eine parlamentarische Mehrheit von 50 Prozent kommen, was die Union aber ablehnt. Die AfD festigt unterdessen ihre Rolle als stärkste politische Kraft.

Die Umfrage fand zwischen dem 13. und 17. Juli statt – noch bevor Union-Fraktionschef Jens Spahn nach scharfer Kritik für die Inanspruchnahme einer Leihmutter in den USA seinen Rücktritt erklärt hat.

Für den Sonntagstrend befragte das Meinungsforschungsinstitut insgesamt 1203 wahlberechtigte Bürger. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei plus/minus 2,9 Prozentpunkten.

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