Der Mann, der Trumps Teleprompter bediente, wettete auf Reden des US-Präsidenten
Das Weiße Haus wird von einer skurrilen Wettaffäre erschüttert. Der langjährige Teleprompter-Bediener von Präsident Donald Trump soll nach Angaben des Senders ABC News mehr als 100.000 Dollar mit Wetten auf Trumps Redetexte verdient haben, die er vorab kannte. Trump ließ den Mann deshalb suspendieren, wie die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt mitteilte.
Trump halte den Vorgang für „äußerst bedauerlich und, offen gesagt, eine Schande“, sagte Leavitt weiter. Der Verdächtige sei ohne Bezahlung beurlaubt worden und werde „nicht länger im Weißen Haus arbeiten“, fügte die Sprecherin hinzu.
Der langjährige Mitarbeiter im Weißen Haus, Gabriel Perez, soll sich an den Reden des US-Präsidenten bereichert habenLaut ABC handelt es sich um Gabriel Perez, der dem Bericht nach Trumps Teleprompter bei Reden bereits seit 2016 bediente. Er soll demnach Wetten auf bestimmte Wörter, Sätze oder Themen in dessen Reden bei der Vorhersage-Plattform Kalshi abgeschlossen haben. Er wettete demnach etwa auf Trumps Ansprache beim Weltwirtschaftsforum in Davos im Januar und seine Rede zur Lage der Nation im Februar.
Kalshi gab auf Anfrage an, die US-Aufsichtsbehörde CFTC über verdächtige Aktivitäten im Zusammenhang mit Trumps Reden informiert zu haben, die Experten „ins Auge gesprungen“ seien. Mehr als 90.000 Dollar von dem Gewinn seien auf dem Konto des Teleprompter-Bedieners eingefroren worden, bevor er sie von der Plattform habe abheben können.
Die Wetten waren nicht nur arbeitsrechtlich riskant: Trump rühmt sich, anders als seine Vorgänger stark von seinen Redemanuskripten abzuweichen.
Der Vorfall wurde kurz vor einer Fernsehansprache Trumps an die Nation bekannt. Pikant ist zudem, dass Präsidentensohn Donald Trump Jr. seit Januar 2025 Berater bei Kalshi ist. Er hatte den Prognosedienst gelobt, nachdem dieser den Wahlsieg seines Vaters 2024 korrekt vorhergesagt hatte.
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