„Er ist politisch am Ende“ – Wolfgang Kubicki und Co. attackieren Daniel Günther
Es war ein bitterer Rückschlag für Daniel Günther und die CDU in Schleswig-Holstein. Am Dienstag veröffentlichte das Meinungsforschungsinstitut Insa im Auftrag der „Bild“-Zeitung eine neue Erhebung. Demnach würden nur noch 27 Prozent für die Partei stimmen.
Damit wäre die CDU zwar weiterhin stärkste Kraft, verbucht aber ein Minus von zwölf Prozentpunkten im Vergleich zu einer Insa-Umfrage von Anfang 2025. In rund neun Monaten findet in Schleswig-Holstein die Landtagswahl statt.
Bei der politischen Konkurrenz wird das Absacken der CDU entsprechend gefeiert. Der Bundesvorsitzende der FDP, Wolfgang Kubicki, schreibt dazu auf der Plattform X: „Lieber Daniel, hör die Signale! Ein CDU-Ministerpräsident, der sich den Linken öffnet, hat nichts mehr zu gewinnen. Er ist politisch am Ende.“
Auch der ehemalige FDP-Bundestagsabgeordnete Maximilian Mordhorst – bis 2025 war er Mitglied des Parlaments – kommentiert auf X: „Daniel Günthers Kurs dringt endlich auch in der Heimat durch.“ Mordhorst stammt aus Schleswig-Holstein.
Der AfD-Bundestagsabgeordnete Matthias Moosdorf, der sich derzeit wegen des Vorwurfs, er habe im Reichstag den Hitlergruß gezeigt, vor Gericht verantworten muss, erklärt auf X: „Offenbar hat der CDU-Ministerpräsident eine Fähigkeit, die selbst Merz nicht hat. Minus 12% in kurzer Zeit, das macht ihn „ready for“ Bundeskanzler! Daniel Günther, bester Mann für die AfD im nördlichsten Bundesland.“
Jochen Roos, Abgeordneter im Landtag von Hessen, schreibt: „Respekt an den ‚Privatmann‘ Daniel Günther. -12 Prozentpunkte sind schon ein echtes Pfund.“
Lars Feld, ehemaliger Vorsitzender des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, umgangssprachlich auch Wirtschaftsweisen genannt, schreibt: „Das sieht nach einer tektonischen Verschiebung hoch im Norden aus.“
Hinter der CDU landete in der Umfrage die AfD mit 18 Prozent auf Platz zwei – ein Zugewinn von vier Prozentpunkten. Für Günthers Koalitionspartner, die Grünen, kommt die Umfrage auf 17 Prozent (plus vier).
Auf Rang vier landet demnach die SPD mit 15 Prozent (minus eins). Die FDP, deren Bundesvorsitzender Kubicki aus Schleswig-Holstein kommt, käme auf sechs Prozent (plus zwei). Noch vor der FDP würde die Linke mit sieben Prozent landen (plus fünf). Der Südschleswigsche Wählerverband erhält laut Umfrage unverändert sechs Prozent.
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