Ein Drohnenangriff auf die Vereinigten Arabischen Emirate hat ein Feuer vor einem Atomkraftwerk in Abu Dhabi ausgelöst. Der Brand sei in einem externen Stromgenerator des Baraka-Kernkraftwerks in al-Dhafra ausgebrochen, teilte das Medienbüro von Abu Dhabi am Sonntag mit. Berichte über Verletzte lägen nicht vor. Es gebe keinen Anstieg der Radioaktivität über die Sicherheitsrichtwerte.

Die Atomaufsichtsbehörde der Emirate erklärte, das Feuer habe die Sicherheit des Kraftwerks nicht beeinträchtigt. „Alle Anlagen arbeiten normal“, schrieb die Organisation im Kurznachrichtendienst X.

Die Internationale Atomenergiebehörde versicherte auf der Plattform, sie verfolge „die Lage genau und steht in ständigem Kontakt mit den Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate, bereit, Unterstützung zu leisten, falls erforderlich“. Deren Generaldirektor Rafael Mariano Grossi äußerte zudem tiefe Besorgnis über den Vorfall. Militärische Aktivitäten, die die nukleare Sicherheit gefährden, seien inakzeptabel.

Wer hinter dem Angriff steht, blieb vorerst offen. Der Iran hat jedoch nach Beginn der Angriffe Israels und der USA auch Nachbarstaaten beschossen, die nicht direkt an dem Konflikt beteiligt sind. Seit dem 8. April gilt zwar eine Waffenruhe. Diese wird jedoch immer wieder verletzt. Außerdem sind die Gespräche zwischen Teheran und Washington zum Stillstand gekommen.

Das Kernkraftwerk Baraka steht westlich der Metropole Abu Dhabi und verfügt über vier Reaktoren. Es wurde für umgerechnet etwa 17,2 Milliarden Dollar mit Hilfe Südkoreas gebaut, ging 2020 ans Netz und ist das erste und einzige Atomkraftwerk auf der Arabischen Halbinsel.

Kernkraftwerke sind bei Kriegen in den vergangenen Jahren zunehmend ins Visier geraten. Im russischen Invasionskrieg gegen die Ukraine ist insbesondere das Atomkraftwerk Saporischschja wiederholt unter Beschuss geraten. Während des Iran-Kriegs behauptete Teheran wiederholt, sein Kernkraftwerk Buschehr sei angegriffen worden, obwohl der von Russland unterstützte Reaktor nicht direkt beschädigt und auch keine radioaktive Strahlung freigesetzt wurde.

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