Versenkte der Westen einen russischen Tanker mit Nukleartechnologie für Nordkorea?
Es ist 12.53 Uhr, als die Ursa Major am 23. Dezember 2024 den ersten Notruf absetzt. Der russische Tanker befindet sich zu diesem Zeitpunkt 62 Seemeilen vor der Südostküste Spaniens. Die örtlichen Behörden entsenden einen Helikopter, ein Rettungsboot und einen Schlepper zu dem 142 Meter langen Schiff, das bereits aufgefallen war. Andere Schiffe berichteten, dass die Ursa Major im Laufe des Tages drastisch an Geschwindigkeit verloren und stark Schlagseite hatte. Die Besatzung verlässt das Schiff. Später werden mehrere Mitglieder erklären, es habe mehrere Explosionen im Maschinenraum gegeben. Um 20.07 Uhr nähert sich ein russisches Kriegsschiff der Ursa Major. Es befiehlt den Rettungskräften, ihren Einsatz abzubrechen und sich auf zwei Seemeilen zu entfernen. Anschließend feuert es Leuchtraketen ab.
Knapp drei Stunden später sinkt die Ursa Major. Das wirft bis heute Fragen auf: Was führte zu der Katastrophe? Wohin war das Schiff unterwegs? Warum übernahm ein russisches Kriegsschiff das Kommando? Und vor allem: Was hatte der Tanker geladen?
Untergang der Ursa Major wirft bis heute Fragen auf
Die spanische Zeitung „La Verdad“ und der Sender CNN, haben nun den Vorfall rekonstruiert und decken beunruhigende Indizien auf.
Offiziell war der russische Tanker unterwegs von St. Petersburg nach Wladiwostok, einer Hafenstadt im östlichsten Teil Russlands. Und offiziell hatte er „ungefährliche Güter“ geladen – darunter 129 Seecontainer, zwei Kräne und zwei große Wartungslukenabdeckungen. Doch seine Route und sein Untergang machten die Behörden skeptisch.
Ermittler verhörten die Crew. Ihr Kapitän packte letztlich aus. Die Abdeckungen auf der Ursa Major seien „Komponenten für Kernreaktoren“ gewesen, ähnlich derer, die man aus U-Booten kennen würde. Er betonte aber, dass kein spaltbares Material transportiert worden sei.
Ermittler entdecken zwei große, undeklarierte Container auf dem Schiff
Zudem erkannten die Ermittler auf Satellitenbildern, dass am Heck der Ursa Major zwei große, blaue Container verladen waren – mit einem geschätzten Gewicht von 65 Tonnen. Es handele sich um zwei Ladungen, deren Transport auf den „kurvenreichen Straßen Russlands, Kasachstans, Usbekistans und Afghanistans zwischen den beiden angefahrenen Städten nahezu unmöglich wäre“, heißt es in dem Bericht in „La Verdad“.
Aber was könnte so geheim und wertvoll sein, dass es über 15.000 Kilometer transportiert, aber nicht deklariert wird? Eine Quelle, die mit dem Fall betraut sein soll, erklärte gegenüber CNN, dass der Kapitän gesagt haben soll, er sei davon ausgegangen, zum nordkoreanischen Hafen Rason umgeleitet zu werden, um die Reaktor-Komponenten abzuliefern.
CNN spekuliert, dass der Untergang der Ursa Major eine „seltene und risikoreiche Intervention westlicher Streitkräfte darstellen“ könnte, um Russland daran zu hindern, moderne Nukleartechnik an Nordkorea zu liefern. Der Vorfall habe sich ereignet, zwei Monate nachdem Nordkorea Russland Truppen für seinen Angriffskrieg in der Ukraine zur Verfügung gestellt habe.
Versenkte der Westen den Tanker?
CNN und „La Verdad“ berichten, dass an dem Tanker ein 50 mal 50 Zentimeter großes Loch gefunden worden sei, das möglicherweise durch einen modernen Hochgeschwindigkeitstorpedo verursacht wurde, den nur die USA, einige Nato-Staaten, Russland und der Iran in ihren Arsenalen hätten. Laut einer mit den Ermittlungen vertrauten Quelle würde der Schaden zu einem solchen Torpedoangriff passen.
Dass das Schiff undeklarierte und vor allem wichtige Waren geladen hatte, würde erklären, warum ein russisches Kriegsschiff nach dem Untergang das Kommando übernahm. Laut „La Verdad“ könnten die Leuchtraketen dazu genutzt worden sein, um Infrarotkanäle von Geheimdienstsatelliten zu „blenden“. Laut CNN habe es direkt nach dem Abfeuern der Leuchtraketen vier „ähnliche seismische Signaturen, deren Muster Unterwasserminen oder Sprengungen in Steinbrüchen ähnelten“, gegeben.
Zwei Crewmitglieder sollen beim Untergang der Ursa Major gestorben sein. 14 weitere wurden gerettet. Die spanischen Innen-, Außen- und Verteidigungsministerien seien laut „Guardian“ um Stellungnahme gebeten worden. Die Antworten stehen noch aus.
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