Gericht will über Auslieferung von Rechtsextremistin Liebich entscheiden
Ein Gericht in Tschechien will kommende Woche über die Auslieferung der Rechtsextremistin Marla-Svenja Liebich entscheiden. Nach MDR-Informationen findet die Verhandlung am 18. Mai im Gericht in Pilsen statt. Die in Tschechien festgenommene Liebich hatte bislang nach Angaben der Staatsanwaltschaft Halle eine Auslieferung nach Deutschland abgelehnt.
Festnahme nach Flucht mit E-Roller
Liebich war Anfang April im tschechischen Schönbach bei Asch nahe der deutschen Grenze gefasst worden. Sie hatte noch versucht, mit einem E-Roller zu fliehen. Die Rechtsextremistin hatte in Chemnitz eine Haftstrafe über 18 Monate im vergangenen Jahr nicht angetreten und war untergetaucht. Die Behörden hatten monatelang nach ihr gesucht. Aktuell sitzt Liebich im tschechischen Pilsen in Auslieferungshaft.
Geschlechtseintrag nach Urteil geändert
Revisionsverhandlung von LiebichBildrechte: picture alliance/dpa | Jan WoitasLiebich war im Juli 2023 – damals noch als Sven Liebich – vom Amtsgericht Halle wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt worden. Die Berufung dagegen scheiterte, ebenso wie später die Revision.
Liebich hatte danach seinen Geschlechtseintrag von männlich auf weiblich und den Vornamen in Marla Svenja ändern lassen. Bürgerrechts- und Transsexuellenorganisationen äußerten daraufhin den Verdacht, dass es sich um eine gegen das neue Selbstbestimmungsgesetz gerichtete rechtsextremistische Provokation von Liebich handeln könnte.
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