AfD bei politischer Kompetenz spürbar vor der Union – Merz‘ Beliebtheitswerte im freien Fall
Ein Jahr nach ihrem Amtsantritt rutscht die schwarz-rote Bundesregierung in einer neuen Umfrage deutlich ab. Union und SPD stecken im Tief und Bundeskanzler Friedrich Merz erreicht im RTL/ntv-Trendbarometer des Meinungsforschungsinstituts Forsa einen neuen Tiefstand bei der Zufriedenheit der Bevölkerung.
Nur noch 13 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit des Kanzlers zufrieden – zwei Punkte weniger als in der Vorwoche. Ende März lag dieser Wert noch bei 23 Prozent. Im Juni 2025, kurz nach Merz’ Amtsantritt, waren noch 42 Prozent zufrieden mit seiner Arbeit.
Selbst unter Anhängern der Union sind inzwischen 53 Prozent unzufrieden mit dem Kanzler, bei der SPD sind es 81 Prozent. Die größte Ablehnung kommt von Wählern der Grünen (90 Prozent), der Linken und der AfD (je 98 Prozent).
Auch in der Sonntagsfrage zeigt sich das Bild einer geschwächten Koalition: Union und SPD kommen nicht aus ihren Tiefs heraus – während die Opposition zulegt.
Die Forsa-Ergebnisse im Überblick:
- AfD: 27 Prozent (+-0)
- CDU/CSU: 22 Prozent (+-0)
- Grüne: 16 Prozent (+1 Prozentpunkt)
- SPD: 12 Prozent (+-0)
- Linke: 11 Prozent (-1 Prozentpunkt)
- FDP: 4 Prozent (+-0)
- BSW: unter 3 Prozent (+-0)
- Sonstige: 8 Prozent
Die AfD bleibt damit mit deutlichem Abstand stärkste Kraft – und verzeichnet knapp sieben Prozentpunkte mehr als bei der Bundestagswahl im Februar 2025. Die CDU/CSU verzeichnet mit 22 Prozent den niedrigsten Wert seit Bestehen der schwarz-roten Regierung und liegt damit mehr als sechs Punkte unter ihrem Bundestagswahlergebnis von 28,5 Prozent. Die SPD verharrt bei 12 Prozent – nach 16,4 Prozent bei der Wahl.
Größter Gewinner der aktuellen Umfrage sind die Grünen: Mit 16 Prozent legen sie erneut einen Punkt zu und erreichen ihren bislang stärksten Wert seit drei Jahren. Laut der Forsa-Sonntagsfrage hatten die Grünen diesen Wert zuletzt am 9. Mai 2023 erreicht.
AfD mit stärkster politischer Kompetenz – SPD abgeschlagen
In der Frage der politischen Kompetenz („Mit den Problemen in Deutschland wird am besten fertig …?“) kommen sie auf 8 Prozent.
Die AfD kann in dieser Frage ihren Vorsprung ausbauen und liegt mit 14 Prozent deutlich vor der Union (12 Prozent). Vergangene Woche konnte die Alternative für Deutschland hier CDU/CSU erstmals hinter sich lassen (AfD: 14 Prozent, Union: 13 Prozent).
Der SPD wird mit 5 Prozent die gleiche politische Kompetenz zugeschrieben wie den Linken.
Der Blick auf die Konjunktur bleibt düster: 66 Prozent der Befragten erwarten, dass sich die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland in den kommenden Jahren verschlechtern. Nur 12 Prozent zeigen sich optimistisch. Eine Mehrheit von 54 Prozent traut zudem keiner Partei zu, die Probleme des Landes zu lösen.
Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Grundsätzlich spiegeln sie nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf etwaige Wahlausgänge.
Die Daten wurden von Forsa im Auftrag von RTL Deutschland vom 28. April bis zum 4. Mai erhoben. Datenbasis: 2002 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: plus/minus 2,5 Prozentpunkte.
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