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Einst war Moderator Tucker Carlson einer der größten Fans von Donald Trump. Nun ist er von ihm abgerückt – und teilt in einem Interview mit der „New York Times“ gegen ihn aus.

Ob bei Fox News oder im Wahlkampf: Tucker Carlson galt als einer der größten Unterstützer von US-Präsident Donald Trump. Doch seit Monaten distanziert sich der 56-Jährige zunehmend von Trump. Der Grund: der Krieg gegen den Iran, den Israel mit den USA führt. Aus dem Trump-Fan Carlson wurde ein scharfer Kritiker.

In seinem Podcast „The Tucker Carlson Show“ kritisiert er regelmäßig den Präsidenten. In einem Interview mit der „New York Times“ verstärkte er nun seine Distanzierung mit deutlichen Worten.

Carlson meint, Trump habe „keine andere Wahl“ gehabt, als Israel bei einem Angriff auf den Iran zu unterstützen. Trump sei ein „Sklave“ und „Geisel“ des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu, zitiert die „New York Times“ den rechten Kommentator.

Tucker Carlson: Irankrieg führte zu Bruch mit Donald Trump

Er glaubt, dass niemand in Trumps Regierung den Krieg befürwortet, sie aber entweder feige sind oder Trumps „hypnotischer“ Macht erliegen. Er fügte hinzu: „Man verbringt einen Tag mit Trump und fühlt sich wie in einem Traumland. Es ist, als würde man Haschisch rauchen.“

Tucker Carlson zählt zu den einflussreichsten Stimmen der Rechten in den USA. Viele Jahre moderierte er bei Fox News, bis er 2023 entlassen wurde. Seitdem erreicht er mit eigenen Podcasts und YouTube-Formaten ein Millionenpublikum.

Den größten Bruch mit Trump sieht Carlson in dessen Social-Media-Posts an Ostersonntag zum Irankrieg. Trump hatte dem Iran gedroht: Wenn dieser die Straße von Hormus nicht öffne, „werdet ihr in der Hölle leben – WARTET ES AB! Gelobt sei Allah.“ Carlson nannte dies einen „Angriff auf Jesus“ und ein „moralisches Verbrechen“.

„Damit zu prahlen und dann den Islam zu verspotten? Man sollte den Glauben anderer nicht verspotten. Mir ist es egal, ob es Judentum, Christentum oder Islam ist. Als Christ ärgert mich das besonders.“

Nicht nur Trump bekommt sein Fett weg

Die „New York Times“ verwies im Interview auf Textnachrichten über Trump, die Carlson 2021 verschickte, in denen er schrieb: „Ich hasse ihn aus tiefstem Herzen.“ Carlson erklärte, er habe die Bedenken gegen Trump „verdrängt oder rationalisiert“ oder sich auf „Bereiche konzentriert, in denen ich mit ihm übereinstimmte“.

Doch nicht nur Trump steht in Carlsons Kritik. Auch andere führende Republikaner greift er scharf an. Über Senator Ted Cruz und Mike Huckabee, den US-Botschafter in Israel, sagte er, sie forderten „Kinder zu töten“. Beide bestritten den Vorwurf. Sie seien zudem mit Trump verantwortlich, „diesen Moment möglich gemacht zu haben“. Cruz nannte er „abstoßend, widerlich“.

Über Vizepräsident J.D. sagte Carlson im „New York Times“-Interview, er befinde sich in einer „schwierigen Lage“, da seine außenpolitischen Ansichten den Maßnahmen der Regierung im Iran widersprächen. Carlson betonte, er könne kein größerer Fan von Vance als Mensch sein. Doch jeder, „der damit (dem Irankrieg, Anm. d. Red.) in Verbindung steht, wird es schwer haben, das zu erklären, denn wie soll das gut für die Vereinigten Staaten sein? Das ist es nicht.“

rw
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