„Zeitverschwendung“ – Trump sagt Reise der US-Verhandler ab und macht seinem Ärger Luft
Ende Februar begannen die USA und Israel, den Iran anzugreifen. Führungsfiguren des Regimes in Teheran wurden ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgte Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei.
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05:30 Uhr – Bundestagsvize Nouripour besucht Saudi-Arabien und Emirate
Angesichts der Energiekrise infolge des Iran-Kriegs ist Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) zu einer Reise nach Saudi-Arabien und in die Vereinigten Arabischen Emirate aufgebrochen. Nouripour sei in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad eingetroffen, teilte sein Büro mit. Auf seiner Reise wolle er sich „über die Lage in der Region und insbesondere über die Sicherheit der Golfstaaten und die Auswirkungen auf den weltweiten Öl- und Energiemarkt informieren“.
02:35 Uhr – US-Militär fängt Schiff der iranischen „Schattenflotte“ ab
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben einen mit Sanktionen belegten Frachter der iranischen „Schattenflotte“ abgefangen. Das Schiff sei im Arabischen Meer von einem Helikopter des Zerstörers „USS Pinckney“ gestoppt worden und werde zurück in Richtung Iran eskortiert, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit.
Das abgefangene Schiff, die „M/V Sedan“, gehört demnach zu den 19 Frachtern, die am Freitag mit Sanktionen des US-Finanzministeriums belegt wurden. Die Sanktionen zielen auf die sogenannte Schattenflotte des Irans ab, die nach US-Angaben von zentraler Bedeutung für Teherans Einnahmen aus dem Öl- und Gasexport ist.
Sonntag, 26. April
23:13 Uhr – Iranischer Außenminister kehrt offenbar nach Pakistan zurück
Im Ringen um eine diplomatische Lösung des Iran-Konflikts soll der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erneut nach Islamabad kommen. Laut dem vom iranischen Außenministerium bekanntgegebenen Programm werde Araghtschi nach Abschluss seines aktuellen Besuches im Oman und vor seiner Weiterreise nach Russland erneut nach Pakistan reisen, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Irna.
Ein Teil der Delegation des iranischen Ministers sei für Konsultationen nach Teheran zurückgekehrt, heißt es weiter. Sie solle sich am Sonntagabend erneut Araghtschi in Islamabad anschließen. Zu dem genauen Grund für die erneute Reise des Chefdiplomaten gibt es keine näheren Angaben.
20:55 Uhr – Trump verärgert über iranische Führung
Nach der geplatzten Reise der US-Verhandler nach Pakistan macht US-Präsident Trump auf seiner Plattform Truth Social seinem Ärger Luft. „Zu viel Zeitverschwendung durch das Reisen, zu viel Arbeit!“, schreibt er. Mit Blick auf die Islamische Republik fügt er hinzu, es gebe „innerhalb ihrer ‚Führung‘ enorme interne Streitigkeiten und Verwirrung.“
Niemand wisse, wer das Sagen habe, „nicht einmal sie selbst“. Die USA hielten alle Trümpfe in der Hand. „Wenn sie sprechen wollen, müssen sie nur anrufen!!!“
Die Nachrichtenplattform „Axios“ fragte Trump zuvor in einem Telefoninterview, ob die Absage der Reise bedeute, dass er den Krieg nun wieder aufnehmen werde. Der US-Präsident sagte demnach: „Nein. Das bedeutet es nicht. Wir haben noch nicht darüber nachgedacht.“
20:07 Uhr – Iranischer Außenminister spricht von „fruchtbarem“ Treffen
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi beschreibt seine Gespräche mit dem Vermittler Pakistan als ergebnisreich. Der Besuch in Islamabad sei „sehr fruchtbar“ gewesen, meldet Araghtschi auf X. Er habe die iranische Position hinsichtlich „eines praktikablen Rahmens zur dauerhaften Beendigung des Krieges“ übermittelt. Gleichzeitig hinterfragt er die Ernsthaftigkeit der US-Bemühungen in dem diplomatischen Prozess: „Es bleibt abzuwarten, ob die USA es mit der Diplomatie wirklich ernst meinen“, schreibt er.
18:06 Uhr – Trump sagt Reise der US-Unterhändler nach Islamabad ab
US-Präsident Donald Trump sagt einem Medienbericht zufolge die Reise seiner Unterhändler nach Pakistan ab. Wie der Sender Fox News berichtet, nennt Trump seinen Sondergesandten Steve Witkoff und seinen Schwiegersohn Jared Kushner dabei namentlich.
„Axios“-Reporter Barak Ravid schreibt auf der Plattform X ebenfalls, Trump habe ihn in einem Telefoninterview über die Absage der Reise informiert.
„Ich habe meinen Leuten vor kurzem gesagt, sie bereiteten sich gerade auf die Abreise vor, und ich habe gesagt: „Nein, ihr werdet keinen 18-Stunden-Flug machen, um dorthin zu gehen““, zitiert Fox News den US-Präsidenten. Die USA hielten alle Trümpfe in der Hand. „Sie können uns jederzeit anrufen, aber ihr werdet keine 18-Stunden-Flüge mehr machen, um herumzusitzen und über nichts zu reden“, sagt Trump demnach.
17:16 Uhr – Iranischer Außenminister verlässt Islamabad
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi ist pakistanischen Sicherheitskreisen zufolge wieder aus Islamabad abgereist. Araghtschi verließ die Stadt, ohne US-Vertreter zu treffen.
Zuvor hatte er sich laut Staatsmedien mit dem pakistanischen Verteidigungsminister, Feldmarschall Asim Munir getroffen, der eine Schlüsselrolle in den Vermittlungen spielt. Später sprach Araghtschi auch mit dem pakistanischen Ministerpräsidenten Shebaz Sharif, wie dessen Büro mitteilte.
Auf diesem vom pakistanischen Außenministerium veröffentlichten Handout trifft der iranische Außenminister Abbas Araghtschi (r) den pakistanischen Verteidigungsminister Asim Munir15:32 Uhr – Irans Präsident ruft Bevölkerung zum Stromsparen auf
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat die Bevölkerung angesichts massiver Versorgungsengpässe zum Stromsparen aufgerufen. Laut der Nachrichtenagentur Mehr sagte Peseschkian, der Konsum müsse eingeschränkt werden. „Zu Hause sollten statt zehn Lampen nur zwei eingeschaltet sein – was spricht dagegen?“
Peseschkian begründete die Krise primär mit militärischen Angriffen der USA und Israels auf die nationale Infrastruktur sowie einer „Belagerung“. Damit bezieht er sich auf die US-Blockade iranischer Häfen. Eine unabhängige Schadensbilanz zu den behaupteten Treffern an Energieanlagen liegt jedoch bisher nicht vor.
13:05 Uhr – Insider: Iran hat seine Positionen in Verhandlungen mit USA übermittelt
Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi hat Insidern zufolge dem Vermittler Pakistan in Islamabad die Forderungen der Teheraner Führung in den Verhandlungen mit den USA übermittelt. Dabei habe er auch iranische Vorbehalte gegen Forderungen der USA übermittelt, sagt ein an den Gesprächen beteiligter pakistanischer Insider am Samstag der Nachrichtenagentur Reuters. Aragtschi war am Freitag in der pakistanischen Hauptstadt eingetroffen, wo bereits vor zwei Wochen eine erste Verhandlungsrunde über ein Kriegsende stattgefunden hat. Iranischen Angaben zufolge ist aber diesmal kein direktes Treffen mit US-Vertretern geplant. Für die US-Regierung sollen der Sondergesandte von Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner am Samstag nach Islamabad reisen.
Irans Außenminister Abbas Aragtschi auf einer PressekonferenzHaftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke