„Unfug und Täuschung der Bürger“ – Unternehmer Maschmeyer kritisiert Merz deutlich
Investor Carsten Maschmeyer verschärft seine Kritik an der Bundesregierung – und richtet sich nun auch direkt gegen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). In zwei auf Instagram veröffentlichten Videos widerspricht er zentralen Aussagen der Regierung zur Arbeitsleistung und zur geplanten Entlastung durch eine 1000-Euro-Prämie.
„Arbeiten lohnt sich zu wenig“
Auslöser ist die Debatte über die Arbeitszeit in Deutschland. Bundeskanzler Merz hatte erklärt, in Deutschland werde zu wenig gearbeitet. Zudem sei mehr Effizienz nötig, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Der bisherige Fokus auf Work-Life-Balance und verkürzte Arbeitszeiten stoße aus seiner Sicht an Grenzen.
Maschmeyer widerspricht dieser Einschätzung deutlich: „Die Menschen in Deutschland stehen morgens früh auf, zahlen Steuern und Abgaben, halten diesen Laden am Laufen.“
Das eigentliche Problem liege woanders. „Nicht die Deutschen arbeiten zu wenig, sondern Arbeiten lohnt sich zu wenig“, sagte der Unternehmer. Deutschland gehört im internationalen Vergleich zu den Ländern mit besonders hohen Lohnnebenkosten – ein Punkt, der seit Jahren in wirtschaftspolitischen Debatten eine zentrale Rolle spielt.
Maschmeyer wirft dem Kanzler vor, die falschen Signale zu setzen: „Die Menschen in Deutschland haben kein Arbeitsmoralproblem. Sie haben leider ein Kanzlerproblem. Denn ein Kanzler sollte seine Bürgerinnen und Bürger stark reden und nicht schlechtreden.“ Statt pauschaler Kritik brauche es konkrete Reformvorschläge.
„Es ist ein Unfug und eine Täuschung der Bürger“
Auch die von der Bundesregierung geplante steuerfreie 1000-Euro-Prämie sieht Maschmeyer kritisch. Die Maßnahme war als Entlastung für Beschäftigte gedacht – finanziert jedoch von den Arbeitgebern.
„Es ist ein Unfug und eine Täuschung der Bürger“, sagte Maschmeyer. Die Regierung vermittle den Eindruck, sie entlaste die Menschen, tatsächlich werde die Belastung aber weitergereicht. „Die Arbeitgeber müssen es bezahlen. Einige können es nicht, und einige wollen es auch nicht.“
Bereits zuvor hatte Maschmeyer die Konstruktion der Prämie scharf kritisiert. Zwar kündigte er an, die Zahlung in seiner eigenen Unternehmensgruppe umzusetzen, bezeichnete das Vorgehen der Politik jedoch als „einfach nur frech“. Viele Unternehmen seien wirtschaftlich gar nicht in der Lage, die Prämie zu stemmen. Zudem gingen Selbstständige bei der Maßnahme leer aus.
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