Knapp fünf Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund 45 Prozent als Ziel für seine Partei formuliert. „Wir müssen es alleine schaffen“, sagte Siegmund auf einem AfD-Landesparteitag in Magdeburg. Es sei noch mehr Unterstützung nötig, man brauche „45 Prozent plus X“, so Siegmund.

Aktuell regiert in Sachsen-Anhalt ein Bündnis aus CDU, SPD und FDP. In Umfragen lag die AfD mit knapp 40 Prozent zuletzt deutlich vor der CDU. Die Landtagswahl ist für den 6. September terminiert. Die AfD setzt auf eine Alleinregierung. Weil Grüne, FDP und BSW aufgrund der Fünfprozenthürde den Einzug ins Parlament verpassen könnten, könnten dafür möglicherweise weniger als 50 Prozent der Stimmen reichen.

„Alles ist möglich, wir müssen es nur machen“, sagte Siegmund. Er höre immer wieder die Frage, ob er es verstehen könne, dass es Menschen gebe, die Angst hätten vor einer AfD-geführten Regierung. Dies sei jedoch „Blödsinn“, so Siegmund. „Es gibt keinen Grund für einen rechtschaffenen Bürger, Angst zu haben. Hier rollt doch nicht der Bulldozer durchs Land und macht alles nieder.“

Die AfD Sachsen-Anhalt will den zweitägigen Parteitag für die Erarbeitung ihres Wahlprogramms für die Landtagswahl im September nutzen. „Wir möchten heute ein Regierungsprogramm beschließen, das die Grundlage für die erste AfD-geführte Regierung in ganz Deutschland sein wird“, sagte Spitzenkandidat Ulrich Siegmund vor Beginn des Treffens zu AFP.

Mehrere hundert Demonstranten hatten sich unterdessen in Magdeburg anlässlich des Landesparteitags gegen die AfD protestiert. Vor dem Tagungsgebäude versammelten sich nach Beobachtungen eines AFP-Reporters etliche Menschen mit Regenbohnenfahnen und Transparenten, auf denen etwa „Nein zu Rassismus“ und „Magdeburg für das AfD-Verbot“ stand. Mit dabei waren etwa die Gruppe Omas gegen Rechts und Mitglieder anderer Parteien wie der Grünen.

Die Demonstrationen sehe die Partei „mittlerweile mit Humor“, hatte Siegmund dazu gesagt. Die Brandmauer bezeichnete er als „eine kindische Erfindung von den Parteien, die keine inhaltlichen Argumente haben“.

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