Die Vogelgrippe breitet sich aus. Nun sind auch die Hamptons betroffen, die beliebte Ferienregion an der Ostküste der USA. Dort erinnert manche Landschaft an einen Horrorfilm.

Die Hamptons an der Westküste der Vereinigten Staaten sind ein beliebtes Urlaubsziel für die Reichen und Prominenten aus New York. Die Landschaft ist vom Wind gegerbt, aber es ist der perfekte Ort, um im Sommer der schwülen Hitze der Stadt zu entgehen. Am Georgia Pond, einem flachen Küstenteich im Osten der beliebten Ferienregion, haben der Filmmacher Steven Spielberg und der Hip-Hoper Jay-Z ihre Sommerhäuser. Ein idyllisches Fleckchen. 

Eigentlich. Denn über den Winter wurde der Teich zur Horrorszene. Denn mehr als 700 Gänse sind hier im Sand der Ufer an Vogelgrippe verendet. Es gibt Berichte darüber,  wie sie im wahrsten Sinne des Wortes vom Himmel fielen. Vermutlich kam es zu dem außergewöhnlichen Massensterben, weil dieser Winter besonders kalt und lang war. Die Vögel waren geschwächt vom Nahrungsmangel und den tiefen Temperaturen. In dieser körperlichen Erschöpfung suchen die Tiere dann häufig Seen zur Erholung. Allerdings können sich so auf dem oft engen Raum dann auch Erreger gut verbreiten.

Die Vogelgrippe konnte sich durch den kalten Winter besonders gut ausbreiten

Einmal infiziert mit dem H5N1-Virus, verlieren die Gänse schnell die Orientierung und fallen dann regelrecht tot um. So kam es auch an anderen Ufern der Hamptons zu Massensterben, wie unter anderem die „New York Times“ berichtet. Demnach seien die Strände von Southhampton und Sagg Pond betroffen. Bislang waren eher gewerbliche Hühnerhalter betroffen, es ist das erste Jahr, in dem Wildtiere in der Region versterben.

Eine Übertragung des Virus auf Menschen ist sehr unwahrscheinlich. Aber die vielen hundert verwesenden Tiere müssen nun eingesammelt werden. Sonst wird es schwierig mit der Sommersaison und den wohlhabenden Touristen. Die Stadtverwaltungen der Region haben deswegen mehrere Unternehmen mit der Entsorgung der Kadaver beauftragt. In einigen Regionen gestaltet sich das schwierig, weil niemand zu finden ist, der die Arbeit übernehmen will. 

Die toten Tiere müssen in mehrere dicht verschlossene Beutel verpackt und dann im Idealfall verbrannt oder vergraben werden. So sollen weitere Ansteckungen verhindert werden. Die Umweltbehörde von New York schreibt auf ihrer Webseite, dass es derzeit keine Möglichkeit gäbe, die Vogelgrippe unter Wildtieren wirklich effektiv unter Kontrolle zu halten. 

Am Georgia Pond versucht laut „New York Times“ ein einzelner Landschaftsgärtner, der Lage mit seinem Ford-Ranger-Truck als Transport für die Kadaver Herr zu werden. Er hat die Tiere in einer eigens ausgehobenen Sandgrube in der Nähe des Teiches begraben. Allerdings wird er dafür inzwischen scharf kritisiert. Die Gegend sei schließlich Heimat von hungrigen Waschbären. Ebenso würden Füchse dort gerne im Sand graben. 

akr
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