Erst war sie Trump-Fan, dann erklärte sie den US-Präsidenten für verrückt. Am Ende brach die Abgeordnete Marjorie Taylor Greene mit ihm. Nun gibt es einen Nachfolger für sie.

Der Wandel von Marjorie Taylor Greene hätte dramatischer nicht sein können. Lange vergötterte sie den US-Präsidenten Donald Trump regelrecht. Aber über die nur zögerliche Veröffentlichung der Epstein-Akten geriet sie mit ihm in einen erbitterten Streit. Öffentlich attackierte sie ihn immer wieder. Sie war in den vergangenen Wochen eine seiner erbittertsten Widersacherinnen. Im November kündigte die rechte Hardlinerin dann ihren Rücktritt zu Anfang Januar 2026 an. Nun wurde der Nachfolger für die Kongressabgeordnete aus dem Bundesstaat Georgia gewählt. Der von Trump unterstützte Kandidat Clay Fuller setzte sich dabei nur knapp durch, so berichten US-Medien übereinstimmend.

Greene blickte besonders kritisch auf den Umgang des US-Präsidenten mit dem Fall Epstein. Sie forderte ihn immer wieder öffentlich auf, schneller aktiv zu werden und nichts vor den Amerikanern zu verbergen. Trump bezeichnete sie im Gegenzug als „durchgeknallt“. Greene erwiderte: Wenn sie sich für amerikanische Frauen einsetze, die missbraucht worden seien, „sollte ich dafür nicht als Verräterin bezeichnet und vom Präsidenten der Vereinigten Staaten, für den ich gekämpft habe, bedroht werden“.

Trotz Trumps Unterstützung siegte Fuller nur recht knapp

Fuller gewann gegen den als gemäßigt geltenden Demokraten Shawn Harris. In dem stark republikanisch geprägten Bezirk hat Fuller nach 76 Prozent ausgezählter Stimmen beachtliche 44,4 Prozent erreicht. Das gilt als großer Achtungserfolg. Der ehemalige Staatsanwalt Fuller lag um rund elf Prozent davor. Vor zwei Jahren hatte Fuller noch gegen die Hardlinerin Greene mit einem Abstand von fast 30 Prozentpunkten verloren. Fullers Sieg stabilisiert die knappe Mehrheit der Republikaner im Repräsentantenhaus auf 217 zu 214 Sitze der Demokraten. 

Das Repräsentantenhaus ist neben dem Senat eine von zwei Kongresskammern. Bei den wichtigen Zwischenwahlen (Midterms) Anfang November werden dann alle Kongressabgeordneten sowie etwa ein Drittel des Senats neu bestimmt.

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