Die amerikanische Journalistin war im Irak entführt worden. Nun gibt es Berichte, dass sie wieder frei gekommen sei – und auf dem Heimweg.

Die im Irak vor zwei Wochen entführte US-Journalistin Shelly Kittleson scheint frei gekommen zu sein. Das berichtet der Nachrichtensender CNN und beruft sich auf ein hohes Mitglied der iranischen Regierung. Kittleson sei an die Behörden im Iran übergeben worden und derzeit werde ihre Weiterreise organisiert. Die Regierung sei bemüht, sie in Sicherheit zu bringen.

Kittleson, eine Expertin für den Nahen Osten, wurde Anfang April von der Kataib Hezbollah gekidnappt. Die proiranische Miliz ist eine der mächtigsten im Iran. Mit Kittleson war die zweite Ausländerin, die die Gruppe entführt hat. Bereits 2023 hatte sie die russisch-israelische Studentin Elizabeth Tsurkow entführt. Sie hielten die Frau für zwei Jahre gefangen und folterten sie.

Am Dienstag hatte die Organisation auf X verkündet, man sei bereit, die Journalistin frei zu lassen – wenn sie danach sofort das Land verlasse. Das sei ein einmaliges Angebot, so die Verlautbarung. „Wir befinden uns im Krieg, den der zionistisch-amerikanische Feind gegen den Islam führt“, hieß es weiter.

Im Irak sind US-Bürger nicht mehr sicher

CNN berichtet auch aus US-Regierungskreisen. Demnach habe man von dort Kittleson gewarnt, dass es einen Plan zu ihrer Entführung gäbe. Allerdings erst, als sie bereits aus dem Irak berichtete. Die US-Regierung hatte gemeinsam mit den Irakern versucht, Kittleson und ihre Entführer zu lokalisieren. Und ruft seit dem Ausbruch des Irankrieges alle US-Bürger im Land auf, den Irak schnellstmöglich zu verlassen.

Kittleson berichtet seit anderthalb Jahrzehnten aus den Krisengebieten des Nahen Osten. Sie begann 2010 in Afghanistan, war später länger im Irak und zuletzt hauptsächlich in Syrien. 

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