Trotz Kubicki – Höne hält an Kandidatur für FDP-Vorsitz fest
Der nordrhein-westfälische FDP-Landeschef Henning Höne hält an seiner Bewerbung für den Parteivorsitz fest, obwohl er mit Wolfgang Kubicki einen prominenten Gegner hat. „Mein Angebot steht unabhängig davon, wer sonst kandidiert“, sagte er dem „Stern“.
Die derzeitige desolate Lage seiner Partei führt er darauf zurück, dass die FDP es nach der Bundestagswahl 2025 nicht geschafft habe, einen glaubwürdigen Neustart hinzulegen. „Es fehlte an Distanz zur Ampel-Zeit, für einen Neustart braucht es einen Bruch“, sagte der 39-Jährige. „Mein Angebot für den Bundesvorsitz macht diesen Neustart personell sehr deutlich.“
Der derzeitige FDP-Chef Christian Dürr war zur Zeit der rot-grün-gelben Bundesregierung Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion. Der langjährige FDP-Vize Kubicki hatte über Ostern angekündigt, beim Bundesparteitag im Mai für den Vorsitz kandidieren zu wollen. Nach Kubickis Ankündigung erklärte Dürr, nicht wieder für den Parteivorsitz antreten zu wollen.
Für den Neustart setzt Höne auch auf einen veränderten Kommunikationsstil. „Wir müssen optimistisch und lösungsorientiert sein, unsere Erzählung in den Vordergrund rücken, unsere Alleinstellungsmerkmale Marktwirtschaft, Bürgerrechte, das Leistungsprinzip“, erklärte er. Aber es brauche auch Mut zur Zuspitzung. „Ich will auf Social Media wieder die führende Rolle erkämpfen, die wir mal hatten.“
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