Angesichts stark gestiegener Preise für Benzin und Diesel hat Grünen-Politikerin Ricarda Lang zur Entlastung Beschäftigter ein Recht auf Homeoffice gefordert. „Jeder gesparte Tropfen Sprit ist im Moment gut für den Geldbeutel der Bürger“, sagte Lang den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Beschäftigte brauchen jetzt ein Recht auf mobiles Arbeiten und Homeoffice überall dort, wo die Tätigkeit es zulässt und keine betrieblichen Gründe entgegenstehen.“

Gerade angesichts steigender Kosten für Sprit und Bahntickets könne Homeoffice viele Beschäftigte ganz konkret entlasten, sagte die Grünen-Politikerin. Klar sei aber auch, dass zuhause Arbeiten in vielen Berufen keine Option sei. „Wer jeden Tag zur Arbeit fahren muss, darf mit den zusätzlichen Belastungen nicht allein gelassen werden.“

Notwendig seien deshalb „gezielte Entlastungen, finanziert über eine Übergewinnsteuer“, betonte Lang. „Wer in der Krise außergewöhnliche Gewinne macht, soll auch einen Beitrag dazu leisten, ihre Folgen abzufedern.“

Die Internationale Energieagentur (IEA) hatte angesichts gestiegener Ölpreise infolge des Iran-Kriegs bereits zu Maßnahmen geraten, die den Ölverbrauch senken könnten, etwa mehr Homeoffice, Tempolimits oder ein Umstieg auf den ÖPNV. EU-Energiekommissar Dan Jørgensen schloss sich den Forderungen am Dienstag an.

Wirtschaftsministerin Katherina Reiche betonte im Nachrichtensender WELT, dass Deutschland anders als Länder in Südostasien nicht von einer Ölknappheit betroffen ist. „Für Deutschland haben wir keine Knappheiten. Wir haben diese auch nicht in Europa. Das ist eine wichtige Nachricht für die Verbraucher“, sagte die CDU-Politikerin.

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