Seit Ende Februar greifen Israel und die USA den Iran an. Nuklearanlagen und Militäreinrichtungen wurden zerstört, Führungsfiguren des Regimes in Teheran ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgt Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte und Revolutionsgarden nehmen Israel und die Golfstaaten unter Beschuss und blockieren die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft.

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04:10 Uhr – Neue Angriffswelle auf den Iran gestartet

Israel hat dem israelischen Militär zufolge eine neuen Angriffswelle auf den Iran gestartet. „Die ⁠IDF hat soeben mit einer Welle von Angriffen gegen die Infrastruktur des iranischen Terrorregimes im Herzen von Teheran begonnen“, teilt ein Militärsprecher mit. Gleichzeitig melden Bahrain, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate am frühen Morgen Raketenangriffe. US-Präsident Donald Trump hatte Israel am Donnerstag davor gewarnt, seine Angriffe auf ⁠die iranische Erdgasinfrastruktur ​zu wiederholen.

02:35 Uhr – WJS: Ölpreis könnte bei längerem Iran-Krieg auf 180 Dollar steigen

Der Ölpreis könnte laut ⁠Angaben von Ölvertretern in Saudi-Arabien auf über 180 Dollar pro Barrel steigen, falls die Störungen durch den Iran-Krieg bis Ende April anhalten. Dies berichtet die US-Zeitung „Wall Street Journal“.

00:51 Uhr – Bundeskanzler Merz erwartet leichten Anstieg der Inflation durch Iran-Krieg

⁠Kanzler Friedrich Merz erwartet durch den Iran-Krieg einen leichten Anstieg der Inflation. Er verweist nach Ende des EU-Gipfels auf eine entsprechende Einschätzung der Europäischen Zentralbank. „Wenn dieser Konflikt schnell ⁠beendet ist, ​dann lassen ‌sich die Auswirkungen relativ schnell auch abschließend beurteilen und bewerten“, fügt er hinzu. Wenn der Krieg länger dauere, sei die weitere Entwicklung auch der Inflation aber nur schwer abschätzbar.

00:09 Uhr – Vereinigte Arabische Emirate: Behörden zerschlagen Hisbollah-Netzwerk

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) ‌haben nach eigenen Angaben ein von ⁠der ​libanesischen Hisbollah und dem Iran finanziertes und betriebenes Terrornetzwerk ⁠zerschlagen und dessen Mitglieder festgenommen. Dem Netzwerk werden Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und die Bedrohung der nationalen Sicherheit vorgeworfen, ‌meldet die ⁠staatliche Nachrichtenagentur. „Das ‌Netzwerk ​war im ⁠Land unter ​dem Deckmantel einer Scheinfirma tätig und versuchte, ‌die Volkswirtschaft ​zu unterwandern sowie externe Vorhaben auszuführen, ‌die ‌die Finanzstabilität des Landes bedrohten“, berichtet die Nachrichtenagentur.

Donnerstag, 19. März

23:24 Uhr – Iran-Krieg: EU mahnt angesichts möglicher Migrationsbewegungen zu „Wachsamkeit“

Angesichts möglicher Migrationsbewegungen infolge des Iran-Kriegs haben die Staats- und Regierungschefs der EU zu „Wachsamkeit“ gemahnt. Die EU sei bereit, „ihre diplomatischen, rechtlichen, operativen und finanziellen Instrumente in vollem Umfang zu mobilisieren, um unkontrollierte Migrationsbewegungen in die EU zu verhindern“, heißt es in der am Donnerstagabend veröffentlichten Gipfelerklärung. Die Sicherheit und die Kontrolle der Außengrenzen der Europäischen Union würden „weiter verstärkt“.

Der Konflikt habe sich zwar „bislang nicht in unmittelbare Migrationsbewegungen in Richtung Europäischer Union niedergeschlagen“, räumten die 27 Staats- und Regierungschefs in der Erklärung ein. Auf „der Grundlage der Lehren aus der Migrationskrise von 2015“ solle eine ähnliche Situation jedoch vermieden werden, heißt es unter Verweis auf die Massenflucht wie im Zuge des Syrien-Krieges.

23:24 Uhr – EU knüpft Hilfe in der Straße von Hormus an Bedingungen

Die EU hat ihre Bereitschaft erklärt, bei der Sicherung der Schifffahrt in der ​Straße von Hormus Hilfe zu leisten, knüpft dies aber an nicht näher genannte Bedingungen. „Der Europäische ⁠Rat begrüßt ferner die von den Mitgliedstaaten angekündigten verstärkten Anstrengungen, unter anderem durch eine verstärkte Koordinierung mit Partnern in der Region, um die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu gewährleisten - sobald die Voraussetzungen dafür gegeben sind“, heißt es in der ⁠am ​Donnerstagabend verabschiedeten Gipfelerklärung in ‌Brüssel. Die EU-Missionen „Aspides“ und „Atalanta“ sollen ausgebaut werden.

Damit folgt die EU der Erklärung von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und Japan, die ebenfalls ihre Hilfe angeboten hatten, ohne aber auf das Hilfsersuchen von US-Präsident Donald Trump im Iran-Krieg konkret einzugehen.

21:50 Uhr – USA erlassen neue Ausnahmeregelung für russisches Öl

Die USA haben eine neue Lizenz für den Verkauf von russischem Öl erlassen, um die durch den Nahost-Konflikt gestiegenen Energiepreise zu dämpfen. Die neue Regelung ersetzt eine frühere und ist bis zum 11. April gültig, teilt das US-Finanzministerium mit. Geschäfte mit Nordkorea, Kuba und der Krim sind davon jedoch ausgeschlossen.

21:47 – USA billigen Rüstungsexporte an zwei Golfstaaten

Die USA haben Rüstungsexporte im Wert von insgesamt gut 16 Milliarden Dollar (rund 14 Milliarden Euro) an zwei Golfstaaten gebilligt, die besonders vom Iran-Krieg betroffen sind. Kuwait soll nach Angaben des Außenministeriums in Washington Radarsensoren zur Luft- und Raketenabwehr im Wert von rund acht Milliarden Dollar erhalten. An die Vereinigten Arabischen Emirate gehen Rüstungsgüter im Wert von weiteren rund acht Milliarden Dollar.

Dazu zählen den Angaben zufolge unter anderem ein Radarsystem gegen ballistische Raketen sowie Munition und Ausrüstung für F-16-Kampfflugzeuge. Der Iran nimmt seit Beginn der US-israelischen Luftangriffe Ende Februar unter anderem Ziele in den Golfstaaten ins Visier. In Katar wurde der größte Gaskomplex des Landes in Ras Laffan angegriffen.

Eigentlich bedürfen US-Rüstungsexporte der Zustimmung des Kongresses. Außenminister Marco Rubio habe aber festgestellt, dass ein „Notfall vorliegt, der den sofortigen Verkauf“ der Ausrüstung erfordere, erklärte das Ministerium.

20:52 Uhr – Frankreichs Außenminister reist nach Israel

Frankreichs Außenminister Jean-Noel Barrot reist am Freitag überraschend nach Israel. Wie das Außenministerium in Paris mitteilt, will Barrot mit der israelischen Führung über die regionale Sicherheit, humanitäre Hilfe und eine Deeskalation im Nahen Osten sprechen. Er trifft aus Beirut ein, wo er sich um eine Waffenruhe im Libanon bemüht hat.

TOPSHOT - France's Foreign Minister Jean-Noel Barrot (C) meets with the members of a displaced family sheltering inside a school, in Beirut on March 19, 2026. Lebanon was drawn into the Middle East war on March 2 when militant group Hezbollah launched rockets towards Israel to avenge the killing of Iran's supreme leader. Israel responded with intense strikes on Lebanon that have killed at least 968 people and displaced over a million, according to local authorities, and by launching ground operations in the south. (Photo by DIMITAR DILKOFF / AFP)

20:02 Uhr – Netanjahu: Iran kann kein Uran mehr anreichern

Der Iran kann nach den Worten des israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu kein Uran mehr anreichern und keine ballistische Raketen herstellen. Netanjahu sagte in einer Fernsehansprache, die iranische Luftabwehr sei nutzlos, die Marine liege auf dem Meeresgrund und die Luftwaffe sei nahezu zerstört.

Der israelische Ministerpräsident äußerte die Hoffnung, dass sich das iranische Volk gegen die seit fast einem halben Jahrhundert herrschende Islamische Republik erheben werde. Er räumte jedoch ein, es sei noch zu früh, um dies vorherzusagen.

19:07 Uhr – Stromausfall im Südlibanon nach israelischem Angriff

Ein israelischer Angriff im Südlibanon legt nach Angaben des staatlichen libanesischen Stromversorgers ein wichtiges Umspannwerk lahm. Durch den Angriff seien verschiedene Teile des Werks in Bint Dschbeil beschädigt worden, teilt das Unternehmen mit. Dies beeinträchtige die Stromversorgung in der Stadt und den umliegenden Orten. Eine Stellungnahme des israelischen Militärs liegt zunächst nicht vor.

18:11 Uhr – Botschafter: Iran fordert von Berlin Klarstellung zur Nutzung von Ramstein durch USA

Der iranische Botschafter in Deutschland, Madschid Nili, hat von der Bundesregierung eine Klarstellung zur Nutzung der US-Luftwaffenbasis Ramstein durch die USA für den Iran-Krieg gefordert. Die Rolle des Militärstützpunkts in Rheinland-Pfalz sei für Teheran bislang „offiziell nicht klar“, sagte Nili der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. „Bislang haben wir keine Antwort.“

„Wir haben sie zu einer Klarstellung oder Erklärung bezüglich der Rolle von Ramstein aufgefordert“, sagte Nili. Der Botschafter verwies in dem Zusammenhang auf eine UN-Resolution zur Nutzung des Staatsgebiets oder Luftraums durch einen anderen Staat. Demnach würde sich dieses Land „zum Komplizen bei dem Angriff oder der Aggression machen“, sagte der Botschafter. „Wir wissen noch nicht, ob das auf Ramstein zutrifft oder nicht.“

17:43 Uhr – Revolutionsgarden: Haben Raffinerien in Israel angegriffen

Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben Raffinerien in Israel mit Raketen angegriffen. Die Anlagen in Haifa und Aschdod seien getroffen worden, teilt die Eliteeinheit mit. Das israelische Energieministerium hat nur von einem Angriff auf die Ölraffinerie in Haifa gesprochen.

Eine Ölraffinerie nach einem iranischen Angriff, der laut israelischem Energieministerium keine „erheblichen Schäden“ verursacht hat

17:22 Uhr – Iran meldet Beschädigung von F-35 US-Kampfjet

Die iranischen Revolutionsgarden melden die Beschädigung eines F-35-Kampfjets der USA. Der US-Sender CNN berichtete zuvor unter Berufung auf Insider, eine F-35 habe nach einem mutmaßlichen Treffer durch iranische Kräfte eine Notlandung absolviert. Eine Stellungnahme des US-Militärs liegt zunächst nicht vor.

17:12 Uhr – Trump: Werden nirgendwo Truppen einsetzen

US-Präsident Trump will wohl doch keine weiteren Soldaten für den Krieg gegen den Iran in den Nahen Osten entsenden. „Ich schicke nirgendwo Truppen hin“, sagt Trump im Weißen Haus vor der Presse auf eine entsprechende Frage. „Wenn ich es täte, würde ich es Ihnen sicher nicht sagen. Aber ich schicke keine Truppen.“ Die Äußerung steht im Widerspruch zu einem Reuters-Bericht vom Vortag, wonach die US-Regierung die Entsendung von Tausenden Soldaten zur Verstärkung des Einsatzes gegen den Iran erwägt. Reuters berief sich dabei auf einen US-Regierungsvertreter sowie drei mit ​der Angelegenheit vertraute Personen.

Außerdem hat Trump nach eigenen Angaben den israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu aufgefordert, keine Energiefelder anzugreifen. Eine Stellungnahme Netanjahus liegt zunächst nicht vor. Er soll im Laufe des Abends eine eigene Pressekonferenz abhalten.

16:49 Uhr – Israel: Raffinerien in Haifa getroffen – Keine schweren Schäden

Dem israelischen Energieministerium zufolge sind die Raffinerien in der nördlichen Küstenstadt Haifa bei einem Angriff getroffen worden. Die Schäden seien „nicht signifikant“, heißt es. Nach Angaben der Polizei liegen keine Berichte über Verletzte vor.

16:34 Uhr – Iran meldet 178 Festnahmen wegen Spionagevorwürfen

Der iranische Geheimdienst hat nach eigenen Angaben seit Beginn des Kriegs 178 mutmaßliche Spione festgenommen. Ihnen würden „Vaterlandsverrat“ sowie Kontakte zu Agenten der USA und Israels vorgeworfen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Mehr. Die Festgenommenen sollen demnach „Bildmaterial von sensiblen Standorten und Kontrollpunkten“ an feindliche Geheimdienste weitergegeben haben, damit diese gezielt angegriffen werden.

Zudem seien mehrere ausländische Staatsbürger in Gewahrsam genommen worden, hieß es weiter. Bei ihnen seien Waffen, Ortungsgeräte, spezielle Kommunikationsmittel sowie ausländische Währungen beschlagnahmt worden. Der Geheimdienst der Revolutionsgarden rief die Bevölkerung auf, Verdachtsmomente umgehend zu melden.

Der iranische Oberste Richter Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi

16:09 Uhr – Pistorius schließt deutschen Hormus-Einsatz nicht aus

Für eine deutsche Beteiligung an der Sicherung der Straße von Hormus nach dem Ende der aktuellen Kriegshandlungen hat Bundesverteidigungsminister Pistorius Bedingungen genannt. „Wir schließen nichts aus, aber das hängt von der Situation nach einem Waffenstillstand ab“, sagte Pistorius. Bundeskanzler Merz hatte sich am Mittwoch im Bundestag offen für eine deutsche Beteiligung gezeigt.

15:40 Uhr – Israel meldet erste Angriffe auf iranische Ziele am Kaspischen Meer

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben zum ersten Mal iranische Ziele am Kaspischen Meer angegriffen. Militärsprecher Nadav Schoschani erklärte, dabei seien Dutzende Ziele an der Nordküste des Landes am größten binnenländischen Wasservorkommen der Welt getroffen worden. Dazu gehörten nach Angaben des Oberstleutnants Kriegsschiffe, eine Werft sowie ein Kommando- und Kontrollzentrum.

15: 33 Uhr – Zwei Journalisten während Live-Schalte im Libanon verletzt

Bei einem Angriff im Süden des Libanons sind zwei Journalisten inmitten einer Live-Schalte leicht verletzt worden. Steven Sweeney, Korrespondent des russischen Staatssenders RT, der im Ausland russische Sichtweisen verbreitet, hatte zusammen mit seinem Kameramann Ali Reda Sbeiti über israelische Angriffe auf Infrastruktur der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah berichtet.

Aufnahmen, die in sozialen Medien kursieren, legen nahe, dass ein Geschoss nur wenige Meter vom Standort Sweeneys entfernt in den Boden einschlug. Er wurde mit Armverletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Sbeiti wurde mit leichten Verletzungen ebenfalls behandelt. Die Umstände des Angriffs blieben zunächst unklar. RT gab nicht umgehend einen Kommentar ab.

15:04 Uhr - Insider: Israelischer Angriff auf Gasfeld mit USA abgestimmt

Der israelische Angriff auf das iranische Gasfeld South Pars ist Insidern zufolge mit den USA koordiniert gewesen. Dies sagen drei israelische Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, er habe nichts von der Attacke gewusst. Israel werde das Gasfeld voraussichtlich nicht erneut angreifen, hieß es ​weiter. Die israelische Regierung hat sich bislang nicht öffentlich zu dem Angriff bekannt.

14:43 Uhr – QatarEnergy: Reparatur von LNG-Anlagen dauert bis zu fünf Jahre

Die Reparatur der durch iranische Angriffe beschädigten Flüssiggasanlagen in Katar wird nach Angaben von QatarEnergy drei bis fünf Jahre dauern. Betroffen seien Anlagen, die 17 Prozent der Exportkapazität des Unternehmens ausmachten, sagt Konzernchef Saad al-Kaabi der Nachrichtenagentur Reuters. Er habe sich „in seinen kühnsten ​Träumen“ nicht vorstellen können, dass Katar und die Region derart angegriffen würden – „insbesondere von einem brüderlichen muslimischen Land im Monat Ramadan“.

14:36 Uhr – Hegseth nennt keinen Zeitrahmen für Kriegsende

US-Kriegsminister Pete Hegseth nennt bei einer Pressekonferenz im Pentagon keinen Zeitrahmen für ein Ende des Krieges der USA gegen den Iran. Es werde die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump sein, zu erklären, dass die USA ihre Ziele erreicht ​hätten. Aber es werde kein „Krieg ohne Ende“. Der Iran verfügt nach Einschätzung des ranghöchsten US-Generals Dan Caine weiterhin über Raketenfähigkeiten. „Sie sind mit einer Menge Waffen in diesen Kampf gegangen“, sagte der Generalstabschef.

14:13 Uhr – Wegen Iran-Kriegs: EU soll sich auf Grenzschließung vorbereiten

Italien und Dänemark wollen im Fall einer neuen Migrationskrise wegen des Iran-Kriegs die europäischen Außengrenzen schließen. In einem gemeinsamen Schreiben forderten die Ministerpräsidentinnen Giorgia Meloni und Mette Frederiksen die Europäische Kommission auf, „Mechanismen zu prüfen, die als Notbremse dienen können und im Falle großer Migrationsbewegungen in Richtung der Union als Fall höherer Gewalt ausgelöst werden können“, heißt es in dem der „F.A.Z.“ vorliegenden Brief, der am Mittwochabend verschickt und am Donnerstagmorgen im Kreis von 14 Regierungschefs in Brüssel erörtert wurde, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).

Man könne es nicht riskieren, dass sich eine Fluchtbewegung wie 2015/16 wiederhole, schrieben Meloni und Frederiksen zur Begründung. „Das wäre nicht nur eine humanitäre Katastrophe für die direkt betroffenen Menschen, sondern würde auch die Sicherheit und den Zusammenhalt der Union gefährden.“ Es müssten alle Werkzeuge eingesetzt werden, um ein solches Risiko zu mindern, von humanitärer Hilfe für die betroffenen Menschen bis hin zum Grenzschutz. Man dürfe sich nicht abermals überraschen lassen. „Das bedeutet eine weitere Stärkung unserer Grenzen, damit alle Mitgliedstaaten angemessen ausgestattet sind, um sicherzustellen, dass die EU die volle Kontrolle über ihre Außengrenzen hat“, heißt es in dem Brief.

14:08 Uhr – EU-Regierungschefs lehnen Beitritt zum Krieg im Nahen Osten ab

Staats- und Regierungschefs der EU erteilen einem Beitritt zum Krieg Israels und der USA gegen den Iran erneut eine Absage. Europa lasse sich nicht erpressen, sagte der österreichische Bundeskanzler Christian Stocker vor dem Gipfel der Staats- und Regierungschefs der EU in Brüssel. Für Österreich komme eine Intervention zur Sicherung der Straße von Hormus nicht in Frage. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sagte, es gebe unter den Staats- und Regierungschefs kein Interesse daran, eine europäische Marinetruppe im Roten Meer auszubauen, um bei der Sicherung der vom Iran blockierten Straße von Hormus zu helfen oder sich anderweitig an den Militäreinsätzen zu beteiligen.

13:01 Uhr – Iran: Fast 100 Festnahmen wegen Kooperation mit Israel

Der Iran hat staatlichen Medien zufolge 97 Menschen festgenommen, denen vorgeworfen wird, für Israel ​zu arbeiten. Sie wurden als „Soldaten Israels“ bezeichnet. Sie seien im Rahmen eines Sicherheitseinsatzes festgenommen worden, bei dem seit Kriegsbeginn Hunderte Menschen wegen angeblicher Verbindungen zu Israel und den USA inhaftiert wurden. Zudem meldeten ⁠die staatlichen Medien unter Berufung auf den Polizeichef der Provinz Albors die Festnahme von 41 weiteren Personen. Diesen wird zur Last gelegt, Videos an oppositionelle Medienkanäle im Ausland geschickt zu haben.

12:58 Uhr – Babis nennt israelischen Angriff auf Gasfeld „unbegreiflich“

Der tschechische Regierungschef Andrej Babis bezeichnet den israelischen Angriff auf das iranische Gasfeld „South Pars“ vom Mittwoch als „unbegreiflich“. „Diese Sache hat die Märkte total zerstört, der Gaspreis explodiert“, kritisierte der 71-Jährige der Agentur CTK zufolge vor Beginn des EU-Gipfels in Brüssel. Zuvor habe er noch die Hoffnung gehegt, dass die Treibstoff- und Energiepreise in seinem Land bereits ihren Höhepunkt erreicht hätten, sagte der Unternehmer. Die Lage habe sich nun völlig geändert.

Der tschechische Regierungschef Andrej Babis in Brüssel

Beobachter bewerteten die scharfe Kritik als ungewöhnlich, denn Tschechien galt bisher als einer der engsten Verbündeten Israels in der Europäischen Union. Der Milliardär Babis regiert seit Dezember mit seiner rechtspopulistischen Partei ANO in einer Koalition mit zwei Parteien am rechten Rand. Im Wahlkampf hatte er die liberalkonservative Vorgängerregierung für Preissteigerungen unter anderem bei Lebensmitteln und Medikamenten verantwortlich gemacht.

11:33 Uhr – Macron nennt Angriffe auf Energieanlagen „rücksichtslose Eskalation“

Nach den jüngsten Angriffen auf Energie-Infrastruktur im Iran und in Katar fordert Frankreichs Präsident Emmanuel Macron direkte Gespräche zwischen dem Iran und den USA. „Es handelt sich um eine rücksichtslose Eskalation“, sagte Macron vor Beginn des EU-Gipfels in Brüssel. Er bekräftigte seine Forderung nach einem Moratorium für Angriffe auf zivile Infrastruktur im Iran-Krieg.

„Wenn in der Region eine Zeit der religiösen Feste beginnt, sollte sich die Lage beruhigen, die Kämpfe sollten zumindest für ein paar Tage eingestellt werden“, sagte Macron. Den Verhandlungen müsse wieder eine Chance gegeben werden. Hinsichtlich der Angriffe auf Gasanlagen wünsche er sich, „dass direkte Gespräche zwischen Amerikanern und Iranern zu diesem Thema aufgenommen werden“. Macron hatte sich zu diesem Thema zuvor bereits mit US-Präsident Donald Trump und dem Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad al-Thani, ausgetauscht.

Macron und Merz treffen gemeinsam beim EU-Gipfel in Brüssel ein

10:46 Uhr – Verteidigungsministerium: Drohnenangriff auf Raffinerie in Saudi-Arabien

Eine saudiarabische Raffinerie ist nach Regierungsangaben von einer Drohne getroffen worden. Die Schadensbewertung nach dem Angriff auf die Samref-Raffinerie im Industriegebiet von Janbu am Roten Meer laufe, erklärte das saudiarabische Verteidigungsministerium am Donnerstag. Zuvor war nach Angaben des Ministerium eine auf den Hafen der Stadt abgefeuerte ballistische Rakete abgefangen worden. Die Samref-Raffinerie gehört dem saudiarabischen Ölriesen Aramco und der Mobil Yanbu Refining Company Inc., einer Tochterfirma von ExxonMobil.

08:45 Uhr – Zwei Ölraffinerien in Kuwait brennen nach Drohnenangriffen

Bei Drohnenangriffen auf Kuwait sind nach Berichten der Staatsmedien zwei große Raffinerien getroffen worden. Demnach brennt es in der Mina-Al-Ahmadi-Raffinerie und in der Mina-Abdullah-Raffinerie. Verletzte wurden bislang nicht gemeldet.

06:15 Uhr – Welthungerhilfe warnt vor Anstieg bei Lebensmittelpreisen

Eine weiter andauernde Blockade der Straße von Hormus könnte nach Einschätzung der Welthungerhilfe Ernährungskrisen in vielen Ländern dramatisch verschärfen. Der stellvertretende Leiter für Politik und Außenbeziehungen der in Bonn ansässigen Hilfsorganisation, Rafaël Schneider, verwies insbesondere auf Unterbrechungen in den Lieferketten für Düngemittel. „Wenn aufgrund hoher Beschaffungspreise weniger gedüngt wird, werden die Ernten in vielen Regionen geringer ausfallen“, sagte Schneider.

05:44 Uhr – Riad: Behalten uns Recht auf „militärische“ Reaktion vor

Nach wiederholten iranischen Raketen- und Drohnenangriffen hat die saudiarabische Regierung eine „militärische“ Reaktion nicht ausschließen wollen. Riad behalte sich das Recht vor, „militärische Maßnahmen zu ergreifen, falls dies als notwendig erachtet wird“, sagte der saudiarabische Außenminister Faisal bin Farhan in Riad nach einem Treffen mit seinen Kollegen aus anderen Ländern in der Region. „Das Königreich wird diesem Druck nicht nachgeben, im Gegenteil, dieser Druck wird nach hinten losgehen“, fügte er hinzu.

04:16 Uhr – Trump droht Iran mit massivem Angriff auf gesamtes Gasfeld „South Pars“

US-Präsident Trump hat dem Iran mit einer massiven Bombardierung des wichtigen Gasfelds „South Pars“ gedroht. Eine solche Attacke des US-Militärs werde es geben, falls Iran weiter Katars Gasindustrie angreife, schrieb er auf der Plattform Truth Social. Für diesen Fall drohte er mit einem Angriff „mit einer Stärke und Schlagkraft, wie Iran es noch nie zuvor gesehen hat“. Die USA würden zurückschlagen und das gesamte Feld „massiv zerstören“. Zugleich betonte er, dass Israel dieses Gasfeld nicht erneut angreifen werde – solange der Iran Katar nicht weiter attackiere.

Israel habe das „South Pars“-Gasfeld am Mittwoch „aus Wut über die Ereignisse im Nahen Osten“ angegriffen, schrieb Trump weiter. Leider habe der Iran „ungerechtfertigt und unfair“ Katars Flüssiggasanlagen angegriffen.

Rauch und Feuer steigen nach einem israelischen Angriff in der Nähe des „South-Pars“-Gasfeldes auf

„ES WERDEN KEINE WEITEREN ANGRIFFE VON ISRAEL auf dieses äußerst wichtige und wertvolle South-Pars-Feld erfolgen“, schrieb der US-Präsident weiter, teils in Großbuchstaben. Es sei denn, „der Iran beschließt unklugerweise, einen völlig Unschuldigen anzugreifen, in diesem Fall Katar“. Dann werde es – mit oder ohne Hilfe Israels – einen massiven Angriff geben. Er betonte, er wolle ein solches Ausmaß der „Gewalt und Zerstörung“ wegen der langfristigen Konsequenzen für den Iran eigentlich nicht anordnen.

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