Wie Dubais Reiche in Charterjets aus der Stadt fliehen
Am 28. Februar griffen die USA und Israel den Iran an. Seitdem hat das Regime in Teheran mehrfach zurückgeschlagen. Dabei war auch Dubai Ziel der iranischen Raketen.
Das Leben in der Luxusstadt geriet innerhalb weniger Tage aus den Fugen. Die Einwohner Dubais, egal ob Emiratis oder Expats, sahen sich mit der Realität des Krieges konfrontiert: Raketen schlugen auf der Insel „The Palm“ ein, mehrere Stockwerke des Prunkhotels „Burj Al Arab“ standen in Flammen.
Die reichen Dubaianer reagierten entsprechend und flohen in „Flotten von Geländewagen“ durch die Wüste nach Riad, der Hauptstadt von Saudi-Arabien, wie das Portal „Semafor“ berichtete. Von dort charterten sie Jets privater Anbieter, die sie weiter aus der Region hinausbringen sollten.
Flucht aus Dubai in Privatjets
Aurea Jet ist einer dieser privaten Anbieter. Geschäftsführer Roman Sutter sagt gegenüber dem stern: „Seit Beginn der aktuellen Spannungen in der Region beobachten wir eine deutlich erhöhte Nachfrage nach kurzfristig verfügbaren Charterflügen.“ Viele der Anfragen beträfen die Ausreise aus den Emiraten in Richtung Saudi-Arabien oder andere regional stabile Drehkreuze, von denen aus Weiterreisen organisiert werden können.
Aktuell beobachte Sutter auch verstärkt Nachfrage nach Verbindungen zu anderen Flughäfen in der Region, von denen aus interkontinentale Flüge nach Europa oder in andere sichere Regionen stattfinden können. Häufig handle es sich um mehrstufige Reiserouten, die kurzfristig organisiert werden müssten.
Was Flüge mit Charterjets kosten
Für einen Flug in einem Charterjet müssen Passagiere mitunter tief in die Tasche greifen. Laut dem deutschen Anbieter FSH Aviation belaufen sich die Kosten pro Flugstunde in sogenannten Midsize-Jets für sieben oder acht Passagiere auf etwa 5000 Euro.
Legt man den Grundpreis von 5000 Euro pro Flugstunde an, würde die Strecke von Riad nach Berlin mehr als 40.000 Euro kosten – und das unter normalen Bedingungen. Die aktuelle Situation im Mittleren Osten dürfte die Preise deutlich in die Höhe treiben.
Roman Sutter von Aurea Jet erklärt: „Die Preise für kurzfristig verfügbare Privatjet-Verbindungen aus der Region nach Europa variieren stark je nach Flugzeugtyp, Verfügbarkeit und operativer Situation.“ Grundsätzlich würden sie aktuell deutlich über den üblichen Marktpreisen liegen, da Flugzeuge kurzfristig repositioniert werden müssten und viele Betreiber ihre Kapazitäten sehr vorsichtig planten.
Ist Dubai noch sicher?
Ob sich seine Kunden in Dubai noch sicher fühlen, kann Sutter nur bedingt einschätzen. „Die Wahrnehmung von Sicherheit kann sich in solchen Situationen kurzfristig verändern. Wir stellen fest, dass viele Kunden in erster Linie nach möglichst flexiblen Reiseoptionen suchen, um auf Entwicklungen reagieren zu können.“
Die Crews seiner Jets würden vor jedem Flug umfangreiche operative Briefings erhalten, die aktuelle Luftraum- und Sicherheitsinformationen beinhalten. Auch Passagiere werden – insbesondere bei kurzfristigen Reisen – über Abläufe, mögliche Änderungen und sicherheitsrelevante Aspekte informiert.
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