„Ein Maler aus Österreich...“ – AfD-Politikerin verbreitet Beitrag, der Hitler verteidigt
Eine Brandenburger AfD-Politikerin hat auf Instagram einen Beitrag weiterverbreitet, in dem Adolf Hitlers Verbrechen an den Juden verteidigt werden. Das berichtet der „Tagesspiegel“. Demnach repostete die AfD-Politikerin Peggy Lindemann eine Instagram-Story, in der in Anlehnung an die Epstein-Akten angedeutet wird, Hitler habe mit seinem Judenhass womöglich recht gehabt.
In dem Beitrag hieß es demnach: „Ein Maler aus Österreich behauptete in seiner ‚Propaganda‘, dass Elite- (...) das Blut unserer Kinder trinken würde. Glaubst du heute immer noch, dass er der Böse war?“ Hinter „Elite-“ steht in dem Beitrag einem Screenshot auf der Plattform X zufolge ein Saft-Emoji. Das englische Wort für Saft – Juice – gilt wegen seiner phonetischen Ähnlichkeit zum englischen Wort für Juden – Jews – als eine Art Codewort. Die Rede ist in dem Posting also von „Elite-Juden“.
Der Beitrag war, wie auf dem Screenshot zu sehen ist, zudem mit einer Karikatur aus der NS-Zeitung „Der Stürmer“ versehen, die mit dem Titel „Die Juden sind unser Unglück“ überschrieben ist.
Im Zusammenhang mit den Verbrechen des 2019 in Haft verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein wird von einschlägigen Akteuren immer wieder der Verschwörungsmythos verbreitet, dahinter stehe ein angebliches Netzwerk mächtiger Juden.
Lindemann ist für die AfD Stadtverordnete in Schwedt, außerdem Kreistagsmitglied und Beisitzerin im Vorstand der AfD Uckermark. Ihre politischen Ziele beschreibt die 46-Jährige in ihrem Profil auf der Website des Kreisverbandes unter anderem mit den Worten: „Die wahren Interessen der Bürger vertreten“ und „allgemein Politik frei von Ideologie !!!“
Konsequenzen für ihren Repost wird es voraussichtlich keine geben. Dem „Tagesspiegel“ sagte der Kreisvorsitzende der AfD Uckermark, Felix Teichner, er plane nichts dergleichen. „Sie wusste nicht, was sie da postet, es war ein Versehen“, sagte er dem Blatt. Lindemann habe an jenem Tag „eine ganze Reihe von Reposts zu den Epstein-Akten gemacht und da war das halt dabei“. Er habe mit Lindemann gesprochen, die sich „ausdrücklich“ distanziere. Der Original-Beitrag stammt von einem Account, deren Inhaberin sich als „Verschwörungstheoretikerin mit Stil“ sowie als „kritisch & ungeimpft“ bezeichnet.
Auf den Fall aufmerksam geworden, so Teichner, sei er durch einen Hinweis des Brandenburger Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner (Linke). Er plane jedoch nicht, ein Treffen zwischen Büttner und Lindemann zu vermitteln.
Büttner derweil kritisiert die AfD-Politikerin scharf. „Auch wenn Peggy Lindemann den Repost mittlerweile gelöscht hat, ist das vollständig inakzeptabel. Frau Lindemann muss zurücktreten und ihr Mandat in der (Stadtverordnetenversammlung) Schwedt niederlegen“, forderte er.
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