Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir verteidigt seine Wahlkampagne gegen Kritik. Dass der Parteiname nicht auf seinen Wahlplakaten steht und das Sonnenblumen-Symbol nur sehr klein zu sehen ist, sei kein Hinweis darauf, dass die Grünen ihm manchmal unangenehm seien.

Auf eine Frage der „Schwäbischen Zeitung“ dazu antwortete der 60-Jährige: „Ich bin seit meinem 15. Lebensjahr Grüner und stolz auf das, was die Grünen in Baden-Württemberg erreicht haben.“ Er mache eine Politik, bei der es um die besten Ideen gehe, nicht ums Parteibuch, bekräftigte er.

„Unser Kurs im Land war immer pragmatisch“

Auf die Frage, ob er die Berliner Grünen auf Abstand halte, sagte der ehemalige Bundesagrarminister: „Die stehen hier auch nicht zur Wahl!“ Es stünden bei der Landtagswahl am 8. März die Grünen von Winfried Kretschmann, die Grünen von Cem Özdemir, die baden-württembergischen Grünen zur Wahl. „Und wir waren schon immer ein bisschen anders als anderswo.“

Die Grünen in Baden-Württemberg hätten die gesamte Gesellschaft im Blick. „Als führende Kraft im Land sind wir für alle zuständig, nicht nur für einzelne Segmente der Gesellschaft“, sagte Özdemir. „Unser Kurs im Land war immer pragmatisch und an der Mitte der Gesellschaft orientiert.“

Grüne legen laut Umfragen in Baden-Württemberg zu

Wenige Wochen vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg sieht eine weitere Umfrage von Ende Januar die Grünen im Aufwind – und die CDU weiter an der Spitze der Wählergunst. Demnach kämen die Grünen auf 21 Prozent der Stimmen, wie aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag des Nachrichtenportals „Nius“ hervorging. Im Vergleich zur letzten Erhebung des Instituts im Oktober 2025 die im Auftrag der „Schwäbischen Zeitung“ durchgeführt wurde, gewinnen die Grünen vier Prozentpunkte hinzu.

Leichte Verluste im Vergleich zur Umfrage im Oktober müsste die derzeit führende CDU hinnehmen. Sie käme laut Insa auf 29 Prozent, zwei Prozentpunkte weniger als im Oktober. Sie wäre aber weiter deutlich stärkste Kraft. Die Wahl in Baden-Württemberg findet am 8. März statt.

Zugleich ist auch jeder Zweite in Baden-Württemberg laut einer Umfrage im gleichen Zeitraum offen für eine Zusammenarbeit anderer Parteien mit der AfD, die laut der Umfrage stabil bei 20 Prozent liegt. Die Hälfte der Befragten sprach sich in einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur für verschiedene Formen der Zusammenarbeit mit der rechten Partei aus.

Knapp ein Viertel der Befragten (24 Prozent) gab an, andere Parteien sollten von Fall zu Fall entscheiden, wie sie mit der AfD umgehen wollen und bei einzelnen Fragen oder Gesetzesvorhaben mit der AfD zusammenarbeiten. Gut ein Viertel (26 Prozent) der Befragten sprach sich sogar dafür aus, dass die Parteien generell bereit sein sollten, mit der AfD Koalitionen einzugehen.

42 Prozent der Befragten lehnen eine Zusammenarbeit mit der AfD generell ab. Acht Prozent hatten keine Meinung zu der Frage.

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