„Schlimmste Reporterin“ – Trump beleidigt erneut Journalistin im Oval Office
US-Präsident Donald Trump hat erneut nach einer Frage zu den Epstein-Akten eine Journalistin beleidigt. „Sie sind so schlimm. Sie sind die schlimmste Reporterin“, sagte Trump bei einem Treffen mit Medienvertretern im Weißen Haus zu einer CNN-Journalistin.
„Kein Wunder, dass CNN wegen Leuten wie Ihnen keine Einschaltquoten hat“, fügte der Präsident an die Reporterin gerichtet hinzu, die zuvor Fragen zu den am Freitag neu veröffentlichten Akten zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gestellt hatte.
Trump forderte daraufhin, das Thema Epstein abzuhaken. „Ich denke, es ist jetzt an der Zeit, dass sich das Land vielleicht anderen Themen zuwendet, wie zum Beispiel dem Gesundheitswesen oder anderen Themen, die den Menschen am Herzen liegen“, sagte Trump zu den Journalisten.
„Ich glaube nicht, dass ich jemals ein Lächeln auf Ihrem Gesicht gesehen habe“
Die CNN-Journalistin beharrte weiter auf dem Thema. Sie erklärte, viele der Frauen, die Opfer von Epsteins Machenschaften geworden sind, seien unzufrieden mit der Art und Weise, wie das US-Justizministerium die Akten bearbeitet habe, darunter „die vollständige Schwärzung ganzer Zeugenaussagen“. Der Präsident wurde daraufhin ausfällig und warf ihr zudem Lügen vor. „Wissen Sie, sie ist eine junge Frau“, sagte er an die Umstehenden gewandt über die Reporterin. „Ich kenne Sie seit zehn Jahren. Ich glaube nicht, dass ich jemals ein Lächeln auf Ihrem Gesicht gesehen habe“, sagte Trump und fügte hinzu: „Wissen Sie, warum Sie nicht lächeln? Weil Sie wissen, dass Sie nicht die Wahrheit sagen.“
Sie ist nicht die einzige Journalistin, die Trump jüngst beleidigt hat. Bereits im November war Trump im Zusammenhang mit den Epstein-Akten ausfällig geworden und hatte die Journalistin Catherine Lucey von der Nachrichtenagentur Bloomberg beleidigt. Auf die Frage, warum er die Akten in der Affäre um den Sexualstraftäter nicht freigeben wolle, antwortete der US-Präsident an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One: „Sei still. Sei still, Schweinchen“ und deutete dabei mit dem Finger auf Lucey.
Wenige Tage später bezeichnete Trump die ABC-Journalistin Mary Bruce als „schreckliche Reporterin“, nachdem diese während des Besuchs des saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman im Weißen Haus den Mord an dem regierungskritischen saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi angesprochen hatte.
Am Freitag hatte das US-Justizministerium Millionen weitere Epstein-Akten freigegeben, in denen auch der Name Trump wieder häufig auftaucht. Über ihn sei bei der Veröffentlichung nichts herausgekommen, erklärte Trump. „Außer, dass es sich buchstäblich um eine Verschwörung gegen mich durch Epstein und andere Personen handelte“, fügte er hinzu.
Der Fall sei kein Problem der Republikaner, sondern der Demokraten, betonte Trump in einem Versuch, das Augenmerk auf den früheren US-Präsidenten Bill Clinton und dessen Ehefrau und frühere US-Außenministerin Hillary Clinton zu lenken. „Es ist eine Schande“, sagte Trump über das Ehepaar.
Clintons Name taucht wie der Trumps und zahlreicher weiterer Politiker und Prominenter in den bisher veröffentlichten Epstein-Akten auf. Ein Fehlverhalten konnte weder Clinton noch Trump nachgewiesen werden.
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