Das amerikanische Interesse an Grönland stößt auch in Russland auf großes Missfallen. Moskau warnt angesichts der US-Ansprüche auf die Arktis-Insel vor einem Übergehen russischer Interessen. „Alle Versuche, die Interessen Russlands in der Polarregion zu ignorieren, vor allem im Bereich der Sicherheit, werden nicht ohne Antwort bleiben und sehr weitreichende Folgen haben“, sagte die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, in Moskau. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tass.

Das weitgehend autonome Grönland gehört zum Staatsgebiet Dänemarks. Donald Trump will die riesige rohstoffreiche Insel jedoch den USA einverleiben. Der US-Präsident begründet seine Forderung nach der Kontrolle über Grönland unter anderem mit den Aktivitäten Russlands und China in der Region.

Sacharowa kritisierte auch die militärische Erkundungsmission mehrerer europäischer Nato-Staaten, um die autonome, zu Dänemark gehörende Insel besser zu schützen. Dies sei „die nächste Provokation der westlichen Länder“, die auch in dieser Weltregion ihre Ordnung durchsetzen wollten. Sie sagte, die europäischen Staaten beförderten eine Militarisierung der Polarregion. Sie müssten sich dessen bewusst sein, dass sie damit die Sicherheit Russlands als eines gleichberechtigten Arktis-Anrainers gefährdeten.

Russland mit seiner langen Nordküste am Polarmeer betrachtet die Arktis als seine Interessensphäre. Es nutzt verstärkt die Seewege in der Region und baut seine militärische Präsenz aus.

Russischer Botschafter wirft Nato Militarisierung der Arktis vor

Der russische Botschafter in Dänemark wirft der Nato zudem vor, in der Arktis militärisch aufrüsten zu wollen. Nato-Staaten, einschließlich Dänemark, nutzten das Schreckgespenst einer russischen oder chinesischen Bedrohung in großem Stil, um die Arktis zu militarisieren, sagte Wladimir Barbin der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass. Das Nato-Mitglied Dänemark verfolge „durch das Hineinziehen der Nato“ in die Arktis einen konfrontativen Ansatz, der zu steigenden militärischen Spannungen in der Region führe.

Russland habe keine aggressiven Pläne gegenüber seinen arktischen Nachbarn, behauptete Barbin. Es beabsichtige auch nicht, Ansprüche auf deren Territorium zu erheben.

Nach erfolglosen Gesprächen in Washington zur Beilegung des Grönland-Konflikts am Mittwoch schicken mehrere Nato-Verbündete Dänemarks Soldaten auf die Arktisinsel. An der Erkundungsmission beteiligt sich auch die Bundeswehr mit etwas mehr als einem Dutzend Soldaten.

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