Russland eskortiert laut „Wall Street Journal“ Öltanker vor Küste mit U-Boot
Die USA haben Venezuela angegriffen und den langjährigen Machthaber des ölreichen südamerikanischen Staates, Nicolás Maduro, nach New York in ein Gefängnis überstellt. Donald Trump droht indes weiteren Ländern mit einer Intervention und setzt auf ein Engagement der US-Ölindustrie in Venezuela.
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05:50 Uhr – Reuters: USA drohen Venezuelas Innenminister mit Gefangennahme
Die US-Regierung setzt einem Bericht zufolge Venezuelas Innenminister Diosdado Cabello unter Druck, um eine geordnete Übergangsphase zu erzwingen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters von drei mit der Angelegenheit vertrauten Personen erfuhr, haben die USA Cabello über Mittelsmänner gewarnt, dass er an der Spitze einer Zielliste stehe, sollte er die Zusammenarbeit verweigern. Ihm drohe ein ähnliches Schicksal wie Nicolás Maduro.
04:41 Uhr – China kritisiert USA erneut für Maduro-Verhaftung
China kritisiert die USA zum wiederholten Male: Die Regierung in Washington führe sich wie ein Welt-Richter auf, sagte der chinesische Außenminister Wang Yi. Er kündigt an, die Rechtmäßigkeit des Vorgehens bei den Vereinten Nationen zur Sprache zu bringen.
03:00 Uhr – Russland eskortiert laut „Wall Street Journal“ Öltanker vor Küste mit U-Boot
Russland eskortiert einem Medienbericht zufolge einen Öl-Tanker vor der Küste Venezuelas mit einem U-Boot und weiteren Marineschiffen, um die US-Blockade zu umgehen. Dies berichtet das „Wall Street Journal“ und verweist dabei auf einen US-Regierungsvertreter. Bei dem Schiff soll es sich um den 24 Jahre alten Öltanker „Bella 1“ handeln, der unter der Flagge von Guyana registriert ist.
02:50 Uhr – Trump: USA übernehmen Öl aus Venezuela
Die USA übernehmen nach den Worten von Präsident Donald Trump 30 bis 50 Millionen Barrel Öl aus Venezuela. Das Öl werde zum Marktpreis verkauft, schreibt Trump auf einer Social-Media-Plattform. Er werde das Geld kontrollieren, um sicherzustellen, dass es den Menschen in Venezuela und den USA zugutekomme. Die Menge entspricht Schätzungen zufolge der venezolanischen Produktion von 30 bis 50 Tagen. Zum Vergleich: Die USA fördern täglich 13,8 Millionen Barrel.
Dienstag, 6. Januar:
22:23 Uhr – Rodríguez: „Es gibt keinen ausländischen Akteur, der Venezuela regiert“
Venezuelas Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez wesit jegliche ausländische Kontrolle über ihr Land zurück. „Die Regierung Venezuelas regiert unser Land, niemand sonst, es gibt keinen ausländischen Akteur, der Venezuela regiert“, sagte Rodríguez in einer Fernsehansprache während eines Treffens mit Wirtschaftsvertretern.
„Nach dem schrecklichen Angriff der Regierung der Vereinigten Staaten auf Venezuela bleibt das venezolanische Volk standhaft und mobilisiert, um unser Vaterland zu verteidigen“, sagte Rodríguez und ergänzte: „Dies ist ein Volk, das nicht aufgibt, wir sind ein Volk, das sich nicht ergibt.“ Die bei dem Einsatz getöteten kubanischen und venezolanischen Sicherheitskräfte bezeichnete Rodríguez als „Märtyrer“.
18:17 Uhr – 55 Militärangehörige aus Kuba und Venezuela getötet
Bei dem US-Militäreinsatz sind 55 Militärangehörige aus Kuba und Venezuela getötet worden. Die kubanische Regierung veröffentlichte nähere Angaben wie Namen und Dienstgrade zu 32 getöteten Kubanern, nachdem zuvor die venezolanische Armee die Zahl von 23 Getöteten in ihren Reihen bekannt gegeben hatte. Caracas und Havanna arbeiten seit Jahren eng in strategischen Bereichen zusammen – darunter auch in der Verteidigung.
16:41 Uhr – Außenministerin: Kolumbien muss sich bei US-Invasion militärisch wehren
Die kolumbianischen Streitkräfte müssen sich Außenministerin Rosa Villavicencio zufolge im Falle einer US-Invasion militärisch zur Wehr setzen. „Sollte es zu einer solchen Aggression kommen, muss das Militär das Staatsgebiet und die Souveränität des Landes verteidigen", sagte sie. Nach dem Völkerrecht hätten Staaten ein Recht auf Selbstverteidigung. US-Präsident Donald Trump hatte Kolumbien am Sonntag mit einem Militäreinsatz gedroht. Das Land sei „sehr krank, regiert von einem kranken Mann“, sagte er unter Anspielung auf den kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro.
16:21 Uhr – Russland: Venezuela muss über Schicksal selbst entscheiden
Das venezolanische Volk muss nach russischer Darstellung sein Schicksal ohne Einmischung von außen selbst bestimmen. Das Außenministerium in Moskau begrüßt in einer Erklärung zudem die Ernennung von Delcy Rodriguez zur Interimspräsidentin. Man befürworte die Bemühungen der venezolanischen Behörden, die Souveränität und nationalen Interessen zu schützen, heißt es weiter.
13:20 Uhr – Söder begrüßt Sturz von Maduro
CSU-Parteichef Markus Söder und CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann begrüßen Maduros Sturz. „Gut, dass Maduro weg ist. Das ist das Positive“, sagt Söder zum Auftakt der Klausurtagung der CSU-Bundestagsabgeordneten im bayerischen Kloster Seeon. „Er war kein Präsident, sondern ein Diktator, und wenn ein Diktator weg ist, dann ist das eine gute Nachricht“, fügt Hoffmann hinzu. Denn Maduros Macht habe sich auf Wahlmanipulation gegründet.
Eine Parallele der US-Intervention in Venezuela mit der Situation in der Ukraine sieht Hoffmann nicht. „Dass in der Ukraine ist ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg, dem Zigtausende zum Opfer fallen, Zigtausende an Toten“, sagt er. Das sei „eine Kategorie, die nicht auf der Ebene beurteilt werden kann, wie das, was wir jetzt in Venezuela erleben“.
12:15 Uhr – UN: US-Militäreinsatz in Venezuela hat Völkerrecht untergraben
Die UN kritisieren den US-Militäreinsatz in Venezuela. Er habe eindeutig „ein grundlegendes Prinzip des Völkerrechts untergraben“. Staaten dürften „Gewalt gegen die territoriale Integrität oder politische Unabhängigkeit anderer Staaten nicht androhen oder einsetzen“, sagt die Sprecherin der UN-Menschenrechtskommission, Ravina Shamdasani, vor Journalisten in Genf.
06:54 Uhr – Schüsse vor Präsidentenpalast in Caracas
Die Polizei in Venezuela hat „zur Abschreckung“ auf Drohnen über dem Präsidentenpalast in Caracas geschossen. „Was im Zentrum von Caracas passiert ist, ist auf Drohnen zurückzuführen, die ohne Genehmigung über das Gebiet geflogen sind“, zitierten Medien eine offizielle Quelle. „Die Polizei hat zur Abschreckung geschossen.“
Zahlreiche Anwohner hatten zuvor von Schüssen gesprochen. Aus der Regierung nahestehenden Kreisen hieß es, die Lage sei unter Kontrolle. Der Vorfall ereignete sich etwas mehr als zwei Tage nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch die USA.
05:36 Uhr – Amerikaner zahlen „Preis in Blut und Geld“, warnt Schumer
Der demokratische Minderheitsführer im US-Senat hat seine Kritik an dem Angriff der US-Regierung in Venezuela erneut bekräftigt. Er warnte, dass das Vorgehen von Präsident Donald Trump in Venezuela nur der Anfang eines gefährlichen außenpolitischen Kurses sei, da Trump öffentlich US-Interessen an Grönland, Kuba und Kolumbien signalisiere, sagte Chuck Schumer am Montag. „Das amerikanische Volk hat sich nicht für eine weitere Runde endloser Kriege entschieden. Denn wann immer sich die USA an erzwungenen Machtwechseln beteiligten, zahlten „amerikanische Familien den Preis in Blut und Geld“, sagte der Fraktionschef der Demokraten im Senat weiter.
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